Peter Odells Weg aus dem Ölmarkt-Chaos
Heizöl

Wir wollen,
dass Sie
günstiger heizen.

Über Esyoil Über Preise Partnerhändler Impressum Links Tipps Presse AGB's FAQ's Heizöl

Dienste für aktuelle Heizölpreise



esyoil special:

Peter Odells Weg aus dem Ölmarkt-Chaos

"Die Gegenwart und überschaubare Zukunft im Weltölmarkt ist durch Knappheiten gekennzeichnet. Die Deckung der Nachfrage stößt an Kapazitätsgrenzen. Die OPEC-Quoten stehen nur auf dem Papier. Ihre große Reservekapazität ist nahezu verschwunden." So zitierte der EID in seiner letzten Ausgabe "Petroleum Argus" (,Steht ein Paradigmenwechsel bevor?", S. 4). In "Global Markets" legt "Petroleum Argus" nun nach: "A wider energy crisis is just beginning". Am 1. Juli 2004 sprach Peter Odell, Professor Emeritus of International Energy Studies, Erasmus Universität, Rotterdam, in Ragshot, Surrey, zum Thema "International Oil's Dysfunctional System", wovon dem EID eine kurze Zusammenfassung vorliegt. Darin beschreibt Odell den Weg aus dem gegenwärtigen "Chaos".

Nachdem die erste Zusammenarbeit der Organisationen von Förder- und Verbraucherländern, OPEC und IEA, ab 1999 erfolgreich war, indem es gelang, den Ölpreis in einer Bandbreite zwischen 22 und 28 $/b zu halten, sei dieses Gleichgewicht durch die Ereignisse am 11. September 2001 sowie die Entscheidung zum Vorgehen gegen den Terror in Afghanistan und das Saddam-Regime im Irak gestört worden, so Odell. Nun sei Ordnung durch Anarchie ersetzt worden, so Odell (... siehe auch Anmerkung esyoil): Die Terrororganisation EI Qaida versuche, den Ölreichtum der islamischen Welt als Instrument für eine Unterminierung des von der westlichen Welt dominierten internationalen Wirtschaftssystems und gegen die Unterstützung Israels durch den Westen einsetzen. Mit einer Rückkehr zur Politik der 70er Jahre, in der die Abhängigkeit vom Öl verringert werden sollte, versuche man in den westlichen Industrieländern, insbesondere die Abhängigkeit vom Mittelostöl abzubauen. Die OPEC sei ärgerlich über die Rolle der Finanzinstitutionen, deren spekulative Interventionen im Markt zu hohen Gewinnen durch Handel mit paperbarrels führten, zu Lasten von Produzenten und Verbrauchern. Die großen internationalen Ölgesellschaften gerieten dadurch in Schwierigkeiten, dass sie nur 15% der bestätigten weltweiten Ölreserven kontrollierten, 85% gehörten staatlichen Gesellschaften. Das würde ihre Fähigkeit, im Upstream zu investieren, limitieren und das Risiko erhöhen, wenn sie in ihre generell "higher-cost-reserves" investierten. Und schließlich drohten die Verbraucherstaaten ölexportierenden Ländern mit Verbrauchsbarrieren durch Umweltschutzmaßnahmen und eine Vorzugspolitik für Erdgas.

Aus der Sicht von Odell ist es im Rahmen der Beseitigung des gegenwärtigen "Chaos" vor allem wichtig, Politik und Strategie zwischen Produzenten- und Verbraucherländern aufs neue miteinander abzustimmen. Das geeignete Forum stelle dafür das" Internationale Energie Forum" dar, das nach dem Zusammenbruch der IEA/OPEC-Kooperation eingerichtet wurde. Der Handel mit "paper barrels" müsste eingeschränkt werden. Aus der Sicht von Odell könnten damit politisch-ökonomische Bedingungen neu geschaffen werden, unter denen die internationale Ölindustrie die reichlichen Ölreserven fördern und vermerkten könnte, zu Konditionen gleichermaßen akzeptabel für Produzenten und Verbraucher.


Quelle: ERDÖL-/ENERGIE-INFORMATIONSDIENST Nr. 34 vom 16. August 2004 Seite 05





Pfeil
Preisrückschlag dennoch unwahrscheinlich.

Pfeil
Preise steigen trotz guter US-Bestandsdaten.

Pfeil
Preise losgelöst von Fundamentaldaten.

 
Die News der Vergangenheit.

Was Kunden über Heizöl und Heizölbestellungen fragen

Abhandlungen zu ständig wiederkehrenden Themen.

Hier finden Sie unseren aktuellen Tages-kommentar...



nach oben