Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Öl als Kriegsgrund?

Was will George Bush mit dem Krieg gegen den Irak eigentlich erreichen? Auf diese Frage gibt es fast immer die Antwort ?Öl?. Mit wenigen Ausnahmen sind Politiker und andere mediengängige Zeitgenossen der Ansicht, dass die USA mit ihrem bevorstehenden verheerenden Engagement im Irak ausschließlich ihren gewaltigen Durst nach Öl stillen wollen. Der Irak galt immerhin als das Land mit den zweitgrößten Ölreserven der Welt.

Seit einiger Zeit ist zumindest unter Ökonomen bekannt, dass der Irak von Platz zwei auf Platz drei abgefallen ist. Auf dem zweiten Rang der Weltreservenliste steht Kanada. Den Aufstieg zu den ganz Großen der Ölnationen konnte das Land vollziehen, weil es über gewaltige Vorräte an Ölsand verfügt, die mittlerweile wirtschaftlich verwertbar sind. In der direkten und politisch mehr oder weniger kontrollierbaren Nachbarschaft der USA befinden sich mit Kanada, Mexiko, Venezuela und den eigenen Mengen 24,1% der verfügbaren Weltreserven. Das ist mehr als der Spitzenreiter Saudi Arabien zu bieten hat.

Es gibt also bei der Sicherung der zukünftigen Ölversorgung des Landes keinen Zwang zur Eile. Die eigenen Interessen könnte man mit Sicherheit eleganter und vermutlich auch zielsicherer durch langfristige politisch geknüpfte Bande in die ölreichen Regionen der Erde sichern. Ein Krieg ist unter den verfügbaren das schlechteste und unsicherste Mittel. George Bush wird also mit großer Wahrscheinlichkeit von anderen Motiven geleitet als dem Griff nach Öl.

Nun zeigte sich gerade in den letzten Wochen, wie unsicher selbst der Fast-Nachbar Venezuela ist. Aber diese Unsicherheit vergeht mit der Zeit. Zu einem langfristigen Ausfall der Lieferungen wird es nicht kommen. Es sieht so aus, als seit das Land auf dem Weg der Besserung.

Dem Ölpreis können die Überlegungen derweil nicht helfen. Er steht hoch. Gasöl setzt von Tag zu Tag neue Tops. Heute Morgen hat es seinen Weg nach oben verlangsamt. Mit 283,75$ pro Tonne startet es zum gestrigen Höchstkurs in den Tag.

Unsere Heizölpreise konnten und können sich dem Aufwärtstrend nicht entziehen. Gestern legten sie zu und heute werden sie noch Aufholarbeit leisten. Sie bleiben auf Grund des schwachen Dollars aber weiter unter den Höchstständen vom Dezember zurück.

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