Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Öl billig abzugeben

Der Ölpreis sinkt. Dieser Umstand ist nicht spekulativ. Er entspricht der realen Marktlage. Wenn eine Standardware im Überfluss vorhanden ist und der Absatz lahmt, fällt der Preis. Nun gibt es nicht erst seit ein paar Tagen zuviel Öl im Markt. Der Überfluss war lange bekannt. Dass der Preis zuvor nicht fiel, war spekulativ. Die den Ölmarkt dominierende Finanzindustrie hatte den Preis über die Börse in die Höhe gewettet. Davon scheint sie nun abzulassen. Der Preis findet dadurch näher zu sich selbst, d.h. zu einem plausiblen Warenpreis. Eine andere Frage ist die nach dem Wert des Öls. Im Gegensatz zu nachwachsenden Früchten der Landwirtschaft ist Öl als Ressource endlich. Damit müsste sein Preis nicht nur nach dem aktuellen Gebrauchswert sondern nach anderen Gesichtspunkten gefunden werden. Gold gibt hierfür ein plausibles Beispiel. Es könnte also sein, dass die das reale Wirtschaftsleben störende Investmentindustrie gar nicht so verkehrt liegt. Das ist allerdings mehr Zufall als Programm, denn Nachhaltigkeit ist bei Finanzjongleuren kein wertvoller Begriff. Die aktuellen Ölvorräte nehmen übrigens weiter zu. Allein auf Schiffen werden bis Jahresende drei Prozent mehr Öl gelagert. Der Druck auf den Preis sollte noch einige Zeit erhalten bleiben. Kurzfristig wäre allerdings eine Gegenreaktion auf den jüngsten Absturz fällig.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Atomstreit mit dem Iran
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Heizölschwemme
Öllager randvoll
Schwache Nachfrage weltweit
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise sinken. Sie haben ein Zweimonatstief erreicht. Die Aussichten für einen weiteren Preisrückgang sind recht gut. Solange die Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung kursieren, ist die Hoffnung auf tiefere Heizölpreise angebracht. Gesinnungswandel sind in der hysterischen Finanzszene in diesen Tagen der Normalzustand. Deshalb bleibt die Spekulation auf tiefere Heizölpreise ein riskantes Unterfangen. Wir halten das Risiko, mindestens bis in den Januar hinein tiefere Preise zu erwarten, für vertretbar und wünschen viel Erfolg beim Preispoker. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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