Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Öl im Überfluss vor dem Aus

Die Ölnotierungen steigen, der Dollar steigt. Krisenhaft zeigt sich die Börse nicht. Die Finanzszene wirkt konsolidiert. Beim Ölhandel ist die Lage zwar nur verhalten bullisch. Der Run in den eigentlich angeschlagenen Dollar ist ein Notnagel, weil bessere Alternativen fehlen. Aber das alles reicht, um die Geldmehrung mit Geldgeschäften auf bescheidenem Niveau fortzusetzen und die Lebenshaltungskosten des Publikums zu erhöhen. Aufwind spüren die Ölspekulanten durch den jüngsten Bericht der IEA (Internationale Energie Agentur), der die globale Ölnachfragesteigerung fortschreibt. Danach dürften die gut gefüllten Lager bereits in diesem Jahr angezapft werden und ihren Überflussnimbus verlieren. Der Umstand, dass Ölangebot und Ölnachfrage auf Kante genäht sind, wird wieder in die Bewertung zurückkehren. Aufwind liefert Ölspekulanten darüber hinaus die Ausweitung der US-Sanktionen gegen den Iran. Wenn nicht gerade Finanzkrise ist, wird es zum Anstieg der Ölnotierungen keine Alternative geben.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Stützungsaktionen von Notenbanken
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Ein paar gute Konjunkturdaten

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise geben nach. Der Impuls kommt nicht von den Ölbörsen oder aus dem Dollarhandel. Beide Notierungen laufen gegen die Verbraucherinteressen. Der Impuls kommt aus dem Binnenmarkt. Die Nachfrage ist zusammengebrochen. Händler haben zwar noch alle Hände voll zu tun, um die Aufträge der letzen Wochen abzuarbeiten. Im Süden kämpfen sie zudem immer noch mit fehlendem Nachschub. Da Folgeaufträge derzeit aber nicht kommen, ist es nur eine Frage weniger Wochen, bis die Inlandspreise wieder am Weltmarkt angedockt sind. Dieser Weltmarkt steht tendenziell für steigende Notierungen. Wenn die Bewegung „nur“ seitwärts verläuft, darf man schon zufrieden sein. Die einzige Chance auf bessere Aussichten bietet eine erneute Finanzkrisenattacke. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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