Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Öl im Rekordpreisfieber

Die Preise steigen unaufhaltsam aufwärts. Bei der gegenwärtigen Markteinstellung ist die Frage nicht ob sondern wann das Barrel Rohöl 200 Dollar kosten wird. Dass der Markt in erster Linie von spekulativen Impulsen getrieben wird, machen die Zahlen der jüngsten EIA-Prognose des US-Energieministeriums deutlich. Weltweit sehen sie für das dritte Quartal einen leichten Verbrauchsrückgang voraus. Dennoch steigt der Ölpreis immer schneller. Auch ist die Reichweite der Reserven seit 20 Jahren nahe zu unverändert. Sie liegt bei über 40 Jahren. Ohne Zweifel steigen die Schwierigkeiten, Öl in ausreichenden Mengen zu erschließen. Aber sie sind nicht verbaut. Daher ist der Preisanstieg nur einer dem Internet- und US-Immobilienhype vergleichbaren Situation zuzuschreiben. Die weitere Frage ist nicht ob sondern wann die Ölblase platzen wird. In diesem und im nächsten Jahr wird das nach Lage der Dinge kaum der Fall sein. Ob die Talfahrt des Dollars mittlerweile beendet ist, bleibt abzuwarten. Entsprechende Vorhersagen sind zu hören. Ein Anstieg ist erfolgt. Er hat aber ähnliche Anstiege im Laufe der Abwärtsbewegung noch nicht übertroffen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Goldman Sachs treibt Preis durch hohe Prognose
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
Atomstreit mit dem Iran
Russland meldet Peak Oil
OPEC will aktuell keine Produktionserhöhung
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Gedämpfte Nachfrageentwicklung
Hohe OECD-Vorräte
US-Konjunktur steckt in einer Rezession
US-Regierung will Ölkonsum senken

Unsere Heizölpreise steigen von einem Rekord zum nächsten. Es gibt kein Anzeichen für eine Umkehrung der Bewegung. Nicht einmal nennenswerte Einbrüche im Laufe der Aufwärtsbewegung sind zu melden. Wer auf spürbar tiefere Preise hofft, setzt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einer nicht endenden Enttäuschung aus. Wer den Preisanstieg als dauerhaft anerkennt, wird handeln. D.h. Verbrauch senken und für einige Zeit selber Ölpapiere anschaffen. Letzteres ist nur demjenigen zu empfehlen, für den der Kantsche Imperativ keine Lebensmaxime darstellt.

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