Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Öl stärker als Aktien

Die Aktienmärkte reagieren auf die Realwirtschaft. Die läuft schlecht. Anders lautende Ansichten sind Phantastereien unverbesserlicher Spekulanten. Der unglaublich hartnäckige Aufwärtstrend könnte zu Ende gehen. Sollte das der Fall sein, würde der Ölpreis höchstwahrscheinlich folgen. Noch hält er sich vergleichsweise stark. Der Preis wird von der 70-Dollar-Marke getragen. Von einem Ende seines Aufwärtstrends zu sprechen, wäre falsch. Die Volksbewegung im Iran nährt Sorgen um die Ölproduktion des Landes. Die brach während der letzten Revolution 1979 zusammen. Dadurch kam es zum bis dahin größten Ölpreisschock der Nachkriegsgeschichte. Auf Grund der heute hohen Reservekapazitäten einiger OPEC-Länder wird die Lage aus Sicht der Ölpreisbildung entspannt gesehen. Derzeit gibt es keinen bullischen Iran-Impuls. Der Dollar durchläuft eine Gegenbewegung zum Abwärtstrend. Diese hat einen ersten Zenit überschritten. Sollte der Blick auf die Wirtschaft realitätsnah bleiben, muss mit einem erneuten Rückzug der Spekulanten in die US-Währung gerechnet werden. In Summe käme dabei heraus: Dollar rauf, Ölpreis runter.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Goldman & Sachs setzen auf 85 Dollar für ein Barrel
EIA hebt Verbrauchsprognosen an
China importierte im April mehr Öl
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Wirtschaft steckt in einer Rezession
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll

Unsere Heizölpreise zeigen sich relativ stabil. Die wesentliche Bewegung wird ihnen vom Weltmarkt auferlegt. Im Binnenmarkt wird nun Preisdruck aufgebaut, weil die Nachfrage sehr gering ist. Einige Händler geben bereits wieder ihre Marge her, um einen Kunden zu fangen. Dieser Umstand drückt auf das gesamte Preisniveau. Ein nennenswerter Vorteil für den Verbraucher springt dabei nicht heraus, weil der Effekt im Vergleich zum Auf und Ab der Weltmarktpreise gering ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich letztere mal wieder abwärts bewegen, wächst ein wenig. Sie ist aber immer noch geringer als 50 Prozent. Wer die Entwicklung verfolgen möchte, ohne täglich das Internet zu konsultieren, sei auf unseren Preisalarm verwiesen.

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