Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Öl und Dollar in betonierten Trends

Politik spielt derzeit eine Nebenrolle bei der Preisbildung. Den Ton gibt die Charttechnik an. Sie wartet mit bemerkenswert stabilen Trends auf. Beim Öl zeigt er aufwärts, beim Dollar abwärts. Mit einem Bruch der Linien rechnet derzeit niemand, weil immer noch enorme Mengen spekulativen Geldes darauf warten, angelegt zu werden. Der Öltrend gilt hierfür als eine der sichersten Wetten. Beim Dollar wird auf Rezession in den USA gewettet. Auch das birgt geringes Fehlerrisiko. Gestern wechselten weit weniger Kontrakte den Besitzer als an den Vortagen. Man hatte mal wieder Zeit, auf die Politik zu schauen. Und die lieferte mit den diversen Konflikten auf der Welt ebenfalls bullische Impulse.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Produktionsausfall in Nigeria und Ecuador
Konflikt zwischen Kolumbien, Ecuador und Venezuela
Atomstreit mit dem Iran
US-Bestandsdaten fallend
OPEC-Quoten unverändert
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Nachfrage könnte in 2008 sinken
Gute Versorgungslage
Türkei zieht sich aus Irak zurück
US-Konjunktur vor Rezession
US-Regierung will Ölkonsum senken

Unsere Heizölpreise halten sich auf höchstem Niveau. Vom Weltmarkt kommen unverminderte Auftriebseinflüsse. Immerhin wirkte der fallende Dollar gestern stark dämpfend. Eine Abkehr vom Aufwärtstrend der Heizölpreise ist derzeit nicht zu erwarten. Insofern macht ein Kauf von Teilmengen keinen Sinn. Er hilft allenfalls eine Einzelrechnung erträglich zu halten. Im Januar 2007 begann der aktuelle Aufstieg der Ölpreise. Wer scheinbar unlogisch handelte, indem er in den Anstiegsmonaten März oder April eine ganze Tankfüllung kaufte, ist heute Preisgewinner. Denn in der Folgezeit wurde Öl immer teurer.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen