Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Öl wird wohl noch teurer werden

Die gewöhnliche Funktion der Finanzmärkte trieb die Ölpreise seit Monaten in die Höhe. Das ungewöhnliche Aufbegehren breiter Bevölkerungsschichten am südlichen Rand Europas gegen Unterdrückung und mangelhafte Teilhabe am Wohlstand beschleunigte den Preisanstieg kurzzeitig. Die dreifache Katastrophe in Japan sorgte für ein Innehalten der Preisentwicklung. Und nun? Wenn der Funke der Freiheit Saudi Arabien und den Iran erreicht, geraten 18 Prozent der globalen Ölproduktion schlagartig in ein Unruhegebiet. Ein weiterer Preissprung ist in diesem Fall unvermeidbar. Verhindern ließe er sich nur durch blutige Unterdrückung. Der Wiederaufbau in Japan wird zusätzliche Energie kosten. Zudem muss die ausgefallene Versorgung aus Atomkraftwerken kurzfristig ersetzt werden. Wenn das Land nicht in eine Depression verfällt, was unwahrscheinlich ist, wird es mehr Öl nachfragen. Und weltweit bejubelt man den Anstieg der Konjunktur. In dieser Gesamtlage ist ein Einknicken der Ölpreise schwer vorstellbar. Einzig ein neues Finanzdesaster könnte das bewirken. Nichts deutet derzeit darauf hin.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Unruhen in Bahrain, Jemen, Algerien und Syrien
Libyen fällt als Lieferant weitgehend aus
Sorge vor Ausweitung der Unruhen auf Saudi Arabien
OPEC-Exporte rückläufig
Japan nimmt Raffinerien wieder in Betrieb
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Dollar sinkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Markt ausreichend mit Öl versorgt
Dreifache Katastrophe in Japan
Japan greift auf strategische Reserven zu
IEA hat die Option der Reservemengen
Insgesamt hohe US-Bestände

Unsere Heizölpreise tendieren seitwärts. Im günstigen Fall kann sich diese Richtung halten, auch wenn die Ölpreise weiter steigen sollten. Der Dollar steckt nämlich im Abwärtstrend. Dieser hat immerhin das Potenzial normale Ölpreissteigerungen zu annullieren. Gegen heftige Ölpreissprünge schützt die Währungsentwicklung allerdings nicht. Zudem ist ihre Richtung launisch. Sie kann sich plötzlich wieder gegen hiesige Verbraucherinteressen wenden. Dann besteht die Gefahr steigender Öl- und Dollarnotierungen. Das kann auf sehr unangenehme Heizölpreisreaktionen hinauslaufen. In Abwägung der Möglichkeiten empfehlen wir, lieber früher als später Heizöl zu kaufen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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