Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Ölanlagen kamen glimpflich davon

Die US-Ölförderung ist um 23% dezimiert. Acht Raffinerien sind stillgelegt. Zwar scheinen die Zerstörungen weniger gravierend zu sein als befürchtet. Dennoch rechnet man, dass es Wochen dauern wird, bis die volle Förderung und Produktion wieder steht. Als Folge gibt es abnorme Preisbewegungen. Rohöl geht gegen 71$ pro Barrel. Heizöl verteuert sich um 15% und Benzin um 25%. Der Benzinhandel wurde zeitweise eingestellt. Der Dollarkurs zeigt sich erstaunlich stabil. Er verändert sich kaum zum Euro.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Hurrikanschäden treffen US-Versorgung schwer
Raffineriekapazitäten knapp
Neue Unruhen in Ecuador
Streikandrohung in Nigeria
Iran könnte zum Ölhahn greifen
Nachfragesteigerung hoch
Terrorängste in Saudi Arabien
Institute prognostizieren deutliche Teuerung
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC zu Liefererhöhung bereit
Entspannte Vorratslage
Nachfrageprognosen leicht gesenkt
BP prognostiziert tiefere Preise

Unsere Heizölpreise werden weitere Sprünge vollziehen. Vom Weltmarkt kommen chaotische Vorgaben. Die erwartete Beruhigungsphase nach dem ersten sturmbedingten Preisschub ist bereits Geschichte. Wer nicht unbedingt Heizöl benötigt, sollte dem Markt bis in den Winter hinein fern bleiben. Diesem Rat wird nur eine Minderheit der Verbraucher folgen können. Es gibt noch sehr viele Tanks, die zu lange nicht betankt wurden. Wenn Kaufzwang besteht, ist es sinnvoll, sich mit einer Teilmenge zu begnügen. Im Winter gibt es die Chance auf tiefere Preise, allerdings ohne Gewähr.

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