Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Ölgipfel und nichts Neues

Saudi Arabien lud zum Ölgipfel ein. Alle kamen und trotzdem kam nichts substanziell Neues heraus. Die Verbraucher-Länder forderten höhere Quoten, mehr Transparenz und mehr Investitionen. Vertreter der OPEC kritisierten die hohen Preise als von Spekulanten gemacht und die hohen Mineralölsteuersätze in den EU-Staaten. Saudi Arabien hat seine Quoten bestätigt und angekündigt, dass im Falle eines realen Mehrbedarfs auch mehr gefördert würde. Dieser Regelung schlossen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait an. Es wurde ein Forum gesucht, um den Status quo erneut zu zelebrieren. Ziel dieser Aktion war, eine Beruhigung der Märkte zu erreichen. Ob das auf diese Weise gelingen kann, ist mehr als fraglich. Heute Morgen steigen die Preise jedenfalls wieder. Zurzeit gibt es bis auf die üblichen Krisenherde keine neuen Impulse, hier ein wenig Nigeria, dort etwas Iran. Bei den Erklärungen für die hohen Preise dürfen auch nicht Indien und China fehlen. Die Preise bewegen sich deswegen in einem breiten, nervösen Band seitwärts. Daran wird wahrscheinlich auch die Dollar-Entwicklung nichts ändern. Der Dollar fällt und wäre somit eher ein Unterstützer für steigende Ölpreise. Es wird weiter auf eine Zinserhöhung im Euro-Raum spekuliert.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Banken und Analysten heben Preisprognosen an
Israel droht dem Iran wegen des Atomprogramms
OPEC lehnt Produktionserhöhung ab
Hurrikansaison in den USA
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe vor 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Saudi Arabien bietet mehr Öl an
Aufsichtsbehörden um Dämpfung der Spekulation bemüht
Rückgang der US-Nachfrage erwartet
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC baut Förderkapazitäten aus
Hohes Reservepotenzial im Irak

Unsere Heizölpreise ziehen wieder leicht an. So lange die Seitwärtsbewegung andauert, kann man mit der Tagesbeobachtung eine Verbesserung des Preises erreichen. Ziehen die Preise aber wieder an, hat man sich verspekuliert. Wichtig ist auch, kaufen Sie, bevor der Tank leer ist. Eine Sonderfahrt kostet häufig mehr als eine normale Bestellung.

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