Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Ölnachfrage bleibt hoch

China wächst noch und die USA brauchten im August mehr Öl als erwartet. Natürlich gab es nie einen Zweifel an der ersten Aussage. Die jüngsten Konjunkturzahlen relativieren allerdings die seit Wochen kursierende Annahme, dass das Wachstumstempo Chinas einbricht. Die EIA (Statistikbüro des US-Energieministeriums) hat errechnet, dass die USA im August mehr Rohöl verbrauchten als in den elf vorausgegangenen Monaten. Der Benzinverbrauch stieg sogar auf ein Zweijahreshoch. Der Verbrauch von Diesel und Heizöl lag allerdings deutlich unter dem des Vorjahres. Angesichts der Datenlage wäre eigentlich zu erwarten, dass bullisch eingestellte Finanzjongleure umgehend eine kleine Tagesrallye inszenierten. Die blieb indes aus. Befürchtungen über spürbare Nachfrageeinbrüche als Folge der Lebensbeeinträchtigungen durch die Sturmschäden in den USA wogen stärker. In den nächsten Wochen ist ein anhaltender Tanz zwischen den beiden genannten Stimmungslagen zu erwarten.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China wächst immer noch rasant
USA brauchen immer noch sehr viel Öl
Geringe US-Heizölbestände
Geldvermehrung der Notenbanken
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Nachfragerückgang wegen Sturmschäden für die USA erwartet
Hohe US-Rohölbestände
OPEC produziert über Quote
Ölangebot hoch
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise geben nach. Formal befinden sie sich nach wie vor im Aufwärtstrend. De facto bewegen sie sich seitwärts. Eine Gesamtschau aus Lage am physischen Ölmarkt und Einflussnahme auf die Geld- und Finanzsysteme führt zu dem Schluss, dass die Preise ihre Seitwärtstendenz über die kommenden Wochen beibehalten werden. Für einen ordentlichen Preisabgang ist das Angstpotenzial an den Börsen zu gering. Für einen nennenswerten Preisanstieg ist die Unsicherheit über die Weltkonjunktur zu groß. Verbrauchern bietet sich derzeit kein besonderer Anlass, Heizöl zu kaufen. Es gibt aber auch keinen Grund, es nicht zu kaufen, wenn der Tankinhalt sich dem Ende zuneigt. Auf eine komplette Füllung sollten Sie allerdings verzichten. Lassen Sie im Falle eines Kaufs genug Platz im Tank, um bei einem überraschenden Preisabgang nachkaufen zu können. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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