Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Ölnotierungen trotzen dem Markt

Öltitel sind der Mercedes unter den Anlageprodukten. Sie haben eine eingebaute Teuerungsgarantie. Der Mechanismus wirkt seit Anfang Dezember. Weder Meldungen über ein Öleldorado noch nichterfüllte Nachfragephantasien in den USA konnten daran bisher etwas ändern. Finanzjongleure glauben an den Trend, nicht an den Markt. Ewig kann das nicht so gehen. Die Übertreibung muss früher oder später wieder raus. Wenn die Sache nicht in Dollar, der originären Ölwährung, sondern in Euro bewertet wird, sieht sie anders aus. Dann mutiert der Aufwärtstrend des Öls vom Elefanten zur Mücke. Der Dollar befindet sich nämlich ebenfalls in einem stabilen Trend, einem Abwärtstrend. Das heißt, gehandelt wird auf Finanztitel. Die zeigen Nebenwirkungen beim Öl. Heraus kommt: Dollar billiger als vor einem Jahr, Öltitel teurer als vor einem Jahr, Öl in Euro auf gleichem Niveau wie vor einem Jahr.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Viel frisches Geld im System
China wächst immer noch rasant
Explosive Lage in Nordafrika und Nahost
Ölmengen global schlecht verteilt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: USA brauchen immer weniger Öl
Durchwachsene Konjunkturzahlen
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Liefermengen aus der Nordsee sollen kurzfristig steigen

Unsere Heizölpreise bleiben im kurzfristigen Seitwärtstrend. Neben den Börsenvorgaben, die die Grundlage dafür legen, steuert der Binnenmarkt einen Effekt dazu bei. Er ist gut versorgt und von Verbrauchern schwach frequentiert. Im Ergebnis führt das zu Margendruck beim Handel und bei den Vorlieferanten. Solange sich die Preise nicht nennenswert abwärts bewegen, dürfte sich nichts an der Situation ändern. Für Verbraucher ist sie nicht schlecht. Die Heizölpreise liegen weiterhin auf Vorjahresniveau. Mit etwas Glück werden sie im Jahresverlauf nachgeben. Mit anderen Worten, wer jetzt kaufen muss, braucht sich nicht zu ärgern. Wer später einen hypothetischen Preisnachlass mitnehmen kann, wird sich freuen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen