Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Ölparadoxon

Der Aufbau der US-Vorräte wurde durch die DOE-Daten bestätigt (siehe Lagerbestände). Allerdings ergaben sich Widersprüche zu den API-Vorgaben. Dennoch sollte nach dieser Veröffentlichung genügend Druck auf die Preise ausgeübt worden sein, um sie zum Sinken zu bringen.

Dem war aber nicht so. Der Markt reagiert nun einmal nicht logisch. In diesem Fall entschlossen sich die Preise nach einem kurzen (logischen) Abschwung, die Flucht in die Aufwärtsbewegung anzutreten. Um bei unserer gestrigen Formulierung zu bleiben, sie gaben der seit Tagen vorherrschenden Mehrheitsmeinung nach. Und die steht noch auf ?Verteuerung?.

Die Tatsache, dass die OPEC weiter über ihren Quoten produziert und dass sie öffentlich darüber nachdenkt, die Fördermengen ab Juni wieder anzuheben, sind eindeutig preisdrückende Faktoren. Darüber hinaus lassen die Lagerbestände für Benzin nicht erkennen, dass wir dieses Jahr wieder in eine Verknappungsphase ab Mai kommen werden wie in den Jahren zuvor. Damals gab es mangels Benzin in den USA einen regen Abfluss aus Europa. Die Verknappung brachte dem Ölmarkt insgesamt kräftige Preissteigerungen. Auch dieser Umstand müsste heute preisdrückend wirken. Tut er aber leider nicht.

Der Gasölpreis steigt seit gestern Nachmittag wieder an. Heute Morgen schaut er die 200$-Marke mal wieder von oben an.

Unsere Heizölpreise verhalten sich traditionsgemäß etwas träger. Sie machen das kurzfristige Auf und Ab nicht unbedingt mit. In diesem Fall führt das dazu, dass sie fast identisch zu den Preisen von gestern Morgen sind. Wir erwarten weiter eine eher bewegungslose Preisentwicklung.

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