Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Ölpreis endlich politikfähig

Die von der OPEC vor einiger Zeit angestoßene Ölpreisdiskussion ist in den Massenmedien angekommen. Damit muss sich Politik der Diskussion stellen. Einige ihrer Spitzenkräfte äußerten sich bereits. Der Tenor ist klar. Die Ölpreise bedrohen die Konjunktur. Sie müssen fallen. Saudi Arabien sieht sich in der Exekutionspflicht. Ali al-Naimi, Ölminister des Landes, übte diese gestern mit seiner Beschreibung der Marktlage aus. Danach gebe es keine Engpässe. Wenn sie auftreten sollten, sei man bereit, mehr Öl zu fördern und auch zu liefern. Man könne den Ausstoß von derzeit 9,9 auf 12,5 Mio. Barrel pro Tag steigern. Da die Preise gestern deutlich nachgaben, konnte man den Eindruck gewinnen, dass al-Naimis Auftritt Wirkung zeigt. Die Aktienbörsen gaben allerdings ebenfalls deutlich nach, was vor dem Hintergrund billigeren Öls keinen Sinn macht. Aufklärung bringt die Kenntnis über eine negative Konjunkturmeldung aus China, wonach der Autoabsatz einbrechen soll. Ob die freundliche Unterstützung Saudi Arabiens jemals mehr als Worte zu bieten haben wird, ist fraglich. Alle ähnlich lautenden Äußerungen der Vergangenheit und die Idee, dass das Land in der Lage sei, die Preise zu steuern, haben sich als unzutreffend erwiesen. Es gibt ernstzunehmende Zweifel, dass die Nummer Eins der Ölstaaten jemals mehr als 10 Mio. Barrel pro Tag fördern könne. Am Nachmittag zogen die Ölpreise wieder an. Bis zum Handelsschluss blieb allerdings ein schönes Minus erhalten.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Kriegsrasseln in der Iranaffäre
Dementi zu Freigabe strategischer Reserven
Irak kürzt Ölexporte
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen, Kanada, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Irak eröffnet neues Ölterminal
Libyens Exporte erreichen in Kürze Vorkriegsniveau
Saudi Arabien will mehr Öl liefern
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise fallen. Sie folgen damit den Ölnotierungen. Die Währungsparität zum Dollar hat aktuell keinen Einfluss. Kurzfristig ist der Seitwärtstrend gewahrt. Er hat noch mehr Abwärtsspielraum zu bieten. Bis auf weiteres ist der preistreibende Einfluss der Iranaffäre stillgelegt. Er kann allerdings jederzeit wieder scharf geschaltet werden. Solange das nicht der Fall ist, darf man mit begrenzt nachgebenden Heizölpreisen rechnen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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