Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Ölpreis fällt, Heizölpreis steigt

Die Trends von Ölpreis und Dollar weisen unbeirrt nach oben. Die Tagesbewegungen des Ölmarkts sprechen allerdings eine andere Sprache. Die Notierungen brachen gestern ein. Gleiches geschah am Aktienmarkt. Es sei die Reaktion auf die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands und Portugals. Die Länder stehen auf den Plätzen 33 und 49 im kaufkraftbereinigten Ranking des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das klingt nicht gerade bedeutungsvoll. Und in der Tat tragen die beiden Volkswirtschaften Anteile zum Welt-BIP in Höhe von fünf und drei Promille bei. In Wahrheit handelt es sich wohl eher um Zockerei, die sich nach Griechenland erwartungsgemäß auf andere EU-Länder ausweitet. Eventuell ist auch etwas Sorge im Spiel, dass die US-Regierung mit ihren Bestrebungen zur Regulierung der Finanzmärkte Fuß fassen könnte. Es wäre schon sehr erstaunlich, wenn sich die Richtung der Spekulation in diesen Tagen komplett änderte. Bemerkenswert ist immerhin, dass die Rohölpreise in den USA deutlich schwächer tendieren als der Rest des Ölkomplexes. Das deutet auf eine üppige Überversorgung des US-Markts hin. Der Dollar legte gestern als Folge der Abschläge an den Börsen kräftig zu.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Konjunkturoptimismus
Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Drohende Betrugsklagen gegen Investmentbanken
China müsste Geldpolitik straffen
Sorge um Stabilität des Finanzsystems

Unsere Heizölpreise steigen trotz der nachgebenden Ölnotierungen am Weltmarkt. Sie werden mal wieder vom starken Dollar getrieben. Da die längerfristigen Trends beider Einflussfaktoren für den Heizölpreis, Rohöl bzw. Gasöl und Dollar, aufwärts weisen, gibt es keine begründete Hoffung auf Preisrückgang. Allenfalls ein solides Donnerwetter an den Börsen kann den exzessiven Anstieg verhindern. Ein solches ist trotz der heftigen Reaktion gestern wenig wahrscheinlich. Denn im Falle eines Falles verhindern Regierungen den „Dalles“. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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