Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Ölpreis geht zurück auf den Trend

Es gibt keine bullischen Nachrichten zum Ölmarkt. Nach vorläufiger Beendigung des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine dreht sich wieder alles um den Konjunkturpessimismus, die geringe Ölnachfrage und das hohe Angebot am Weltmarkt. Die OPEC tut sich schwer damit, ihren Kürzungsaussagen Taten folgen zu lassen. Man wird ein neues Ministertreffen im Februar anstreben. Sollte dieses kommen, wird abermals nichts Preisrelevantes dabei herauskommen. Solange die Nachfrage nicht anspringt, wird der Preis auch nicht anspringen. Einzige Ausnahme von der Regel kann ein gravierendes politisches Ereignis sein. Der neue US-Präsident bemüht sich redlich darum, den Gang der Wirtschaft umzulenken. Er geht selbst davon aus, dass eine nachhaltige Erholung Jahre dauern wird. Die Ölpreisentwicklung klinkt sich wieder auf den Abwärtstrend ein. Dieser dürfte langsam in einen Seitwärtstrend übergehen. Wahrscheinlich wird die Psychologie der neuen US-Regierung tiefere Verluste verhindern. Auf eine Seitwärtsbewegung scheint auch die Dollarentwicklung hinauszulaufen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gigantisches Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Nullzinsen in den USA
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China
Kalter Winter in den USA erwartet
IEA prognostiziert neue Hochpreisphase nach 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Realisierung der OPEC-Kürzung unglaubwürdig
Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Weltweite Nachfrage sinkt
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel
Charttechnik: Abwärtstrend des Ölpreises

Unsere Heizölpreise gaben gestern nach. Lediglich im südlichen Osten liefen sie gegen den Tagestrend. Dort ist die Versorgung so gut wie zusammengebrochen. Geregelt wird sie nun über den Preis. Und der steht deutlich höher als andernorts. Aber auch in manchen Regionen im Herzen Deutschlands gibt es Lieferschwierigkeiten. Diese treten vornehmlich dort zu Tage, wo die Versorgung über einen Wasserkanal läuft. Eisgang legt den Schiffsverkehr weitgehend lahm. Die Nachfrage gibt nach. Sollte die Tendenz anhalten, werden die Preise ihre rechnerische Überhöhung gegenüber dem Weltmarkt verlieren. Es gibt noch ein Abschlagspotenzial von vier bis zwölf Prozent in einer Nord-Süd-Verteilung über Deutschland. Wer die Preisentwicklung verfolgen möchte, ohne unsere Website zu konsultieren, kann unseren Preisalarm verwenden.

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