Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Ölpreis neigt schon wieder zur Übertreibung

Seit einigen Tagen ziehen die Ölpreise deutlich an. Gleichzeitig fällt der Dollar rasant. Den Bewegungen wird von Analysten ein Zusammenhang zugesprochen. Öl steht zudem unter dem Einfluss einer Kältewelle in den USA und der OPEC-Diskussion um einen weiteren Kürzungsbeschluss im Dezember. Die Kälte wird vergehen. Reale Kürzungen der OPEC sind wenig wahrscheinlich. Wahrscheinlich ist hingegen, dass Banken und Investmentfonds bei jeder Chance für eine Spekulation auf steigende Preise in den Markt drängen. Dem Dollar schlagen erneut schwache Konjunkturdaten in den USA entgegen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Kaltfront für USA erwartet
US-Nachfrage leicht gestiegen
US-Destillatbestände deutlich gesunken
Saudi Arabien und Venezuela wollen weiter kürzen
Terror gegen Ölanlagen im Irak, in Nigeria und im Sudan
Raffineriekapazitäten knapp
Schwacher Dollar unterstützt Nachfrage außerhalb der USA
Chinas Ölimporte wachsen um 15%

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC konnte Kürzungen bisher nicht durchsetzen
US-Konjunktur kühlt sich ab
Markt mit Rohöl überversorgt
OECD-Bestände auf Rekordniveau
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Dollar dämpft Ölpreis

Unsere Heizölpreise steigen moderat. Auf Grund des fallenden Dollars machen sie die Heftigkeit des Preisanstiegs am Weltmarkt nicht mit. Aktuell ist die Marktstimmung bullisch. Die Wahrscheinlichkeit, dass hierin eine Übertreibung steckt, ist hoch. Eine Rückkehr zum langfristigen Aufwärtstrend sollte als Möglichkeit aber niemals ausgeschlossen werden. Dieser Trend bestand von Januar 2002 bis August 2006. Der Abbruch erfolgte in diesem Herbst.

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