Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Ölpreis spiegelt Marktlage nicht befriedigend

Der Ölmarkt ist überversorgt. Das ist keine neue Erkenntnis. Sie ist mindestens 18 Monate alt. Die Überversorgung wird noch unabsehbar lange Zeit fortbestehen. Das ist keine Erkenntnis. Das ist eine Prognose. Auch sie ist nicht ganz neu. Da es sich um eine Prognose handelt, sind konträre Vorhersagen möglich. Auf die setzt das Gros der Finanzszene. Mit ihren Wetten trieben sie die Ölpreise in die Höhe und sie machten Gewinne. Bis vor einem Jahr hatten sie großen Erfolg. Seit einem Jahr ist der Erfolg eher gering. Sie hoffen weiter gegen die Tatsache der Überversorgung. Aber Zweifel an der Berechtigung ihrer Hoffnung wachsen. Eigentlich ist der Ölmarkt kein interessantes Anlageterrain mehr. Aktuell wird diese Einschätzung dadurch zum Ausdruck gebracht, dass die Ölpreise tendenziell den Aktiennotierungen folgen. Gäbe es eine stärkere Ölmarktkopplung der Preise, stünden diese deutlich tiefer. Es bleibt abzuwarten, ob die Marktkopplung wiederhergestellt wird, wenn Spekulanten das Interesse am Ölmarkt verlieren. Trotz der Omnipräsenz der Finanzindustrie halten wir einen temporären Interessenverlust für möglich. Und wir halten die Umkehr der Dollarbewegung für wahrscheinlich, weil die US-Notenbank ihrer Währung als Folge der Niedrigzinspolitik ein Inflationsproblem beschert.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Nachfrage steigt drastisch
Weltweite Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Spekulation auf harte Hurrikansaison

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Schwache Konjunkturdaten aus den USA
Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Sorge um Stabilität des Finanzsystems

Unsere Heizölpreise geben nach. Aktuell gibt es berechtigte Hoffnungen, dass sich daraus mindestens ein mittelfristiger Trend entwickelt. Das Abwärtspotenzial stammt vom Ölmarkt und vom Devisenmarkt, wobei wir den möglichen Einfluss aus der Rücknahme des jüngsten Dollaranstiegs für größer halten. Kurzfristige Gegenbewegungen zu unserer Einschätzung könnten durch Verlautbarungen vom G20-Gipfel kommen, der am Wochenende in Toronto stattfindet. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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