Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Ölpreise drehen abwärts

Die Preise drehten gestern bei. Der Richtungswechsel kam nicht vollkommen überraschend. Charttechnisch deutete er sich bereits an. Und dass die Preise mit der fundamentalen Marktlage nicht in Deckung liegen, ist selbst hart gesottenen Bullen nicht verschlossen. Unterstützt wurde die Wende durch schlechte Konjunkturindikatoren auf beiden Seiten des Atlantiks. Nun könnte eine ordentliche Gegenbewegung zum jüngsten Preisanstieg ihren Lauf nehmen, wenn da nicht misslichte Daten zu den US-Beständen wären. Der erste Eindruck aus den Lagern, den das API (American Petroleum Institute) heute Nacht veröffentlichte, spielt den Bullen in die Interessen. Das Gesamtbild wird heute Nachmittag bekannt. Der Dollar bleibt aufgrund der unsicheren Finanzlage in Europa im Aufwärtstrend.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Finanzhilfen für notleidendes Griechenland in Aussicht gestellt
Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Atomstreit mit dem Iran
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
China steigert Ölnachfrage deutlich

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage weltweit
Obama will Banken regulieren
China strafft Geldpolitik
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise geben nach, nachdem sie ein 12-Monats-Hoch erreichten. Das liegt knapp über den Spitzenpreisen vom Januar. Deshalb kann die Preisbewegung noch als seitwärts gerichtet durchgehen. Diese Interpretation passt einigermaßen gut zum Geschehen am internationalen Ölmarkt. Eine Deckung der Preisentwicklungen bei Rohöl und Heizöl gibt es derzeit nicht, weil der Dollar seit Dezember stetig steigt. Damit hat Heizöl im Gegensatz zum Rohöl eine bullische Grundkomponente. Die Aussichten auf tiefere Preise sind für die kommenden Tage verhalten positiv. Abwarten könnte kleine Gewinne einspielen. Das geht natürlich nur, wenn im Tank noch ausreichender Bestand ist. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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