Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Ölpreise geben nach

Die Ölpreise haben sich weit über eine durchschnittliche Steigungslinie hinausbewegt. Eine Pause im Preisauftrieb ist überfällig. Gestern folgten die Marktteilnehmer dieser Einsicht. Die Preise fielen zeitweise heftig. Einen Teil der Verluste machten sie aber bereits wieder wett. Als Auftakt für eine respektable Gegenbewegung zum Aufwärtstrend sieht das Ergebnis schwach aus. Was bleibt, ist etwas Hoffnung, dass diese dennoch greift. Der Dollar legte deutlich zu. Er profitierte von der Hoffnung auf ein Ende der Zinssenkungsphase in den USA und eine Zinssenkung in Europa. Letzte wird denkbar, nachdem der ifo-Geschäftsklimaindex schwächer als erwartet ausfiel.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Produktionsausfall in Nigeria
US-Bestandsdaten
Russland meldet Peak Oil
OPEC will aktuell keine Produktionserhöhung
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: IEA reduziert Nachfragewachstum um 35 %
Hohe OECD-Vorräte
OPEC will Produktion bis 2012 um 15 % steigern
US-Konjunktur steckt in einer Rezession
US-Regierung will Ölkonsum senken
Charttechnik: Gegenreaktion zum Aufwärtstrend

Unsere Heizölpreise steigen entgegen der Preisbewegung am Weltmarkt. Schuld daran ist der deutliche Dollargewinn. Wenn sich eine Gegenbewegung der Ölpreise zum Aufwärtstrend etablieren sollte, ist auch bei steigendem Dollar mit nachgebenden Heizölpreisen zu rechnen. Die Hoffnung auf eine satte Senkung sollte man allerdings dämpfen. Wir sehen sie nicht. Verbraucher sind gut beraten, sich um ihre Verbrauchsenkung zu kümmern.

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