Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Ölpreise im Aufwärtstrend

Die Ölnachfrage wächst stetig. An dieser Tatsache ändert weder die Finanzkrise noch die reduzierte Konjunkturerwartung etwas. Einzig die Höhe des Nachfragewachstums fällt geringer aus, als in früheren Prognosen errechnet wurde. Angebotsseitig wird eine Steigerung derzeit nur aus Libyen gemeldet. In der Jahresölbilanz kann diese nicht auf der Habenseite verbucht werden, da sie lediglich die ungenügende Wiederherstellung der durch den Krieg verloren gegangenen Fördermenge darstellt. Zum Jahreswechsel wird das libysche Ölangebot im Soll sein. Das Ende der Überangebotsphase in den USA – dort sinkt die Nachfrage - ist absehbar, nachdem der Ölabfluss über die Produkte organisiert ist. Diese werden hauptsächlich nach Asien verkauft. Dort wird jede Form von Öl, die irgendwo auf der Erde nicht gebraucht wird, wie von einem trockenen Schwamm aufgesaugt. Die kurze Zeit der üppigen Versorgung ist vorüber. Öl ist wieder das, was es vor 2008 war, ein knappes Gut. Seine Förderung verteuert sich rasant, weil sie technisch immer aufwendiger wird. Sein Preis verteuert sich noch rasanter, weil er im internationalen Finanzkasino ermittelt wird. Trotz der hinlänglich bekannten Krisensituation des Geld- und Finanzsystems gewannen Öltitel seit Anfang Oktober sehr stetig 15 bis 25 Prozent an Wert. Noch befindet sich die Teuerung im Rahmen eines mittelfristigen Seitwärtstrends. Die Rückkehr zum langfristigen Aufwärtstrend kann man angesichts der unablässig steigenden Nachfrage aber bereits erahnen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Bestände sinken
OPEC erhöht Nachfrageprognose
Gute Wirtschaftsdaten aus China
Ölkonsum der Wachstumsländer wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Kriegsdrohungen zwischen Israel und Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Negative Konjunkturerwartungen
Schwache Nachfrage der reifen Industriegesellschaften
Libyen baut Produktion rasch wieder auf
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Sie befinden sich im Aufwärtstrend. Alle Hoffnungen und Erwartungen, dass Heizöl im Laufe einer ausgiebigen Finanzkrise deutlich billiger werden könnte, haben sich zerschlagen. Die Zukunft sieht teuer aus. Das Gegenteil kann nur durch einen großen Finanzknall herbeigeführt werden. Ein solcher Knall wird weitreichende negative Konsequenzen haben, die die Freude über billigeres Heizöl zu einem kurzen Erlebnis verkommen lassen wird. An der Notwendigkeit, die absehbare Teuerung von Energie durch eigene Handlungen zu quittieren, kommt man nicht vorbei. Die meisten Handlungen erfordern eine Anfangsinvestition. Immerhin ist der Erfolg garantiert. Diese Einsparungsinvestition hier wirkt doppelt. Sie reduziert den Verbrauch und den Preis der nächsten Heizölbestellung.

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