Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Ölpreise im Wind

Am Freitag standen an den Ölmärkten alle Zeichen auf Sturm. Die Frage lautete, ob der Hurrikan Dean Schäden an den US-Ölanlagen anrichten werde oder nicht. Leichtfertig könnte man sagen, dass es unangemessen ist wirtschaftlich wichtige Vorgänge an einen Sturm im Golf von Mexiko auszurichten. Andersherum ist es aber richtig. Ein Sturm zeigt, wie anfällig das wirtschaftliche Gefüge für Störungen in der Umwelt ist. Am Freitag waren die tatsächlichen Auswirkungen auf die Preise aber gering. Die grundsätzlichen Themen, wie Öl-Versorgung und Opec-Treffen, der Konflikt mit dem Iran und die Schwierigkeiten in Nigeria haben sich nicht verändert. Der Dollar gab nach der Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte durch die FED nach. Jetzt stehen auch die anderen Notenbanken etwas unter Druck. Entweder müssen sie ebenfalls die Zinsen senken oder Zinserhöhungen ausfallen lassen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Negative Hurrikanprognosen für die USA
OPEC will Fördermengen nicht erhöhen
Atomkonflikt mit dem Iran
Chinas Wirtschaftswachstum ist stärker als erwartet
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Krise an den Aktienmärkten
Verlangsamte US-Konjunktur
Entwarnung zum nächsten Hurrikan in den USA
US-Benzinnachfrage sinkt
US-Rohöllager gut gefüllt
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt

Unsere Heizölpreise bewegen sich nur wenig. An den Märkten wird auf neue eindeutige Impulse gewartet. Die Effizienzdebatte wird an Gewicht gewinnen. Wer also niedrige Heizkosten will, muss sich hierüber Gedanken machen. Da alle Marktteilnehmer nach wie vor verunsichert wirken, scheint eine Preisbewegung nach oben oder nach unten gleich wahrscheinlich.

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