Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Ölpreise im leichten Sinkflug

Die Preise tendieren abwärts. Von einem klaren Trend zu sprechen, wäre übertrieben. Es handelt sich eher um eine Abwärtsphase innerhalb eines Seitwärtstrends. Diese Phase sollte noch einige Zeit fortbestehen. Fundamental wird sie mit der weltweiten Wirtschaftskrise begründet. Einen zusätzlichen Impuls erhält sie nach Ansicht vieler Analysten aus der Schweinegrippe. Man befürchtet einen Rückgang im Tourismussektor. Der würde die ohnehin gedrosselte Nachfrage nach Mitteldestillaten, das sind Diesel, Kerosin und Heizöl, zusätzlich dämpfen. Insgesamt ist das Ölangebot derzeit größer als die Nachfrage. Die Lage ist klar bärisch. Dennoch wird kein neuer Abwärtstrend ausgelöst. Selbst die Könige der Spekulanten von Goldman & Sachs heben ihre Preisprognosen von einst 27 auf nun 45 Dollar pro Barrel für US-Rohöl an. Aktuell wird es zu 49,75 Dollar gehandelt. Der Dollar verliert an Wert. Er reibt sich zwischen dem gestiegenen Verbrauchervertrauen in den USA und relativer Zinsstärke des Euros. Die EZB scheint keine weitere Lockerung einzuplanen. Mehr als eine Momentaufnahme ist das nicht. Die Krise wird Veränderungsfähigkeit einfordern.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC Exporte gefallen
Konjunktur wird bisweilen freundlicher gesehen
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Ölbestände wachsen
Weltweite Nachfrage sinkt weiter
Goldman & Sachs prognostiziert 45 Dollar/Barrel
Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Globale Rezession

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Sie folgen damit dem Weltmarkt. Die Bewegung spielt sich innerhalb des Preisrahmens aus dem Monat März ab. Wir halten es für möglich, dass die Untergrenze im Verlauf dieser Bewegung gerissen wird. An einen echten Abwärtstrend, der auf ein neues Preisniveau führt, glauben wir aber nicht. Der Preis des Öls scheint dem empfundenen Wert recht nahe zu sein. Die Belieferungssituation im Binnenmarkt ist mittlerweile entspannt. Wer über die Preisentwicklung automatisch informiert sein will, sollte unseren Preisalarm verwenden.

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