Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Ölpreise mit den Aktien gesunken

Endlich gaben die Ölpreise wieder nach. Unter dem Eindruck fallender Aktienkurse fielen am Freitagabend auch die Ölnotierungen in New York und London. Das in New York gehandelte Crude Oil verbilligte sich um mehr als zwei Dollar. Einen weiteren Anstoß als die fallenden Aktienmärkte und den steigenden Dollar hat es nicht gebraucht. Wohin gegen man sich bei dem steigenden Dollar immer wieder nach Ursache und Wirkung oder nach der Henne und dem Ei fragen muss. Der starke Fall fordert geradezu eine charttechnische Korrektur. Fundamental wäre sie nicht gerechtfertigt. Weiterhin sind die Lager voll und die Nachfrage nach Öl gering. Und auch wenn die Staatenlenker und -lenkerinnen immer wieder das „Weiter so“ beschwören, scheint die Wirtschaft nicht einfach so weiter machen zu können. Vielleicht will ein großer Teil der Bevölkerung auch nicht weiter machen wie bisher. Die Ölnotierungen werden in dieser Gemengelage nicht einfach wieder nach oben ziehen können wie vor der Finanzkrise. Der Dollar zieht an. Schlechte Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum sollen hierfür verantwortlich sein und natürlich das Nachgeben der Aktienmärkte.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Haussierende Aktienmärkte
Konjunktur wird bisweilen freundlicher gesehen
US-Bestände gesunken
China importierte im April mehr Öl
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EIA, OPEC und IEA senken Nachfrageprognose erneut
OPEC lieferte im April mehr Öl
Globale Rezession
Überproduktion von Rohöl
Weltweite Nachfrage sinkt
Öllager randvoll
Goldman & Sachs prognostiziert 45 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Sie folgen dem Weltmarkt. Der Impuls ist einfach zu stark. In der oben genannten Konstellation arbeitet der Dollar gegen die deutschen Verbraucher. Er mildert den Abstieg ab. Generell bleibt der spekulative von den Aktienmärkten kommende Einfluss sehr groß. Das macht eine Einschätzung der Entwicklung sehr schwierig. Lediglich die Grenzen der Bewegung scheinen uns einigermaßen fassbar zu sein. Die sehen wir in den Extremwerten der Märzpreise. Wer über die Preisentwicklung automatisch informiert sein will, sollte unseren Preisalarm verwenden.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen