Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Ölpreise steigen weiter, Heizöl zieht mit

Zwei geopolitische Themen werden gerade heiß gehandelt. Zum einen ist es der türkische Konflikt mit den Kurden im Irak und zum anderen die Sanktionen der USA gegen den Iran. Aber heißer als diese Themen macht eine Zahl die Runde. Es ist die 100-Dollar-Marke. Am Freitag hat NYMEX Rohöl einen neuen Höchststand von über 92 Dollar erreicht. Heute steigen die Kurse weiter. Immer mehr Analysten gehen davon aus, dass 100 Dollar für ein Barrel Rohöl erreicht werden kann. Und umso mehr Analysten das glauben, desto mehr Spekulanten versuchen dieses Ziel zu erreichen. Und so kommen wieder mehr Analysten zu dem Ergebnis, dass die 100-Dollar-Marke bald durchbrochen werden könnte. Mit dem Iran oder den Kurden im Irak hat das allerdings nichts zu tun. Was die Höchststände für das Rohöl sind, sind neue Tiefststände für den Dollar. Er gibt weiter nach. Schwache US-Konjunkturdaten sollen hierfür verantwortlich sein.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Schlechte US-Vorratsdaten
Türkei droht mit Militäraktion gegen PKK im Irak
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran
Skepsis zur Heizölversorgung bei extremen Temperaturen
Raffinerieprobleme in den USA
Nachfrage steigt im vierten Quartal
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Charttechnik: starker Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC-Erhöhung vom September wirkt
Bush relativiert Weltkriegsdrohung
US-Konjunktur wackelt
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf

Unsere Heizölpreise steigen weiter. Der deutsche Verbraucher staunt nicht schlecht und muss den Preissteigerungen an den Ölmärkten tatenlos zusehen. Tatenlos? Solchen Entwicklungen kann nur auf der Verbrauchsseite begegnet werden. Bevor Sie aber blind in teure Energiesparmaßnahmen investieren, sollten Sie sich einen Überblick über Ihren Verbrauch verschaffen.

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