Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Ölpreise ziehen erneut an

Die Ölnotierungen ziehen seit einer Woche wieder an. Sie werden von positiven Konjunkturmeldungen und guten Prognosen getrieben. Allerdings trieben auch insbesondere zwei Negativprognosen die Preise an. Zum einen wird das Atomprogramm des Irans mit verstärkter Sorge gesehen. Eine härtere Gangart in diesem Konflikt könnte zu einem Angebotsengpass führen, heißt es. Das halten wir für ein hohles Börsengerücht. Andersherum wird ein Schuh daraus. Irgendwo gibt es Menschen, die lediglich darauf wetten, dass es zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit dem Iran kommt, in deren Verlauf es möglichweise zu kriegerischen Handlungen und / oder zu Lieferboykotts kommen könnte. Diese Menschen werden sich also freuen, wenn dieser Konflikt tatsächlich eskaliert. Mit der Realität hat das nichts zu tun. Die zweite Negativprognose betrifft Griechenland. Die Staatsfinanzen des EU-Mitgliedes sind so desolat, dass bereits über konkretere Hilfsmaßnahmen gesprochen werden. Die Aussage, dass man im Ernstfall Griechenland nicht fallen lassen werde, reichte nur kurze Zeit, um die Finanzmärkte zu beruhigen. Nun sickern erste Zahlen durch und das zeigt Wirkung. Es werden über 20 bis 25 Milliarden Euro gemunkelt. Davon entfallen ca. 20 Prozent auf Deutschland in Form von Krediten und Garantien. Es bleibt festzustellen, dass sich die Bundesregierung damit solchen Menschen unterwirft, die auf einen Konflikt mit dem Iran oder dem Untergang Griechenlands wetten. Noch einmal, mit real existierenden Verhältnissen hat das nichts zu tun. Das kann man wundervoll exemplarisch am Ölmarkt sehen, der eben weit von einem Engpass entfernt ist. Trotzdem werden die Preise in die Höhe getrieben. Der Dollar verliert nach Bekanntwerden der Finanzpläne um Griechenland an Boden und steht bei 73 Eurocent.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Finanzhilfen für notleidendes Griechenland in Aussicht gestellt
Spekulanten wollen höheren Ölpreis
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
China steigert Ölnachfrage deutlich
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage weltweit
Obama will Banken regulieren
China strafft Geldpolitik
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise ziehen weiter an. Sie sollten sich heute und in den nächsten Tagen etwas beruhigen. Ausschläge nach oben wie nach unten sind jederzeit möglich. Die aktuelle Spekulationswelle benötigt aber neue Impulse, um weiter Auftrieb zu entwickeln. Der Ölmarkt ist gut versorgt. Die Hoffnung auf marktgerechtere Preise bleibt demnach bestehen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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