Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Überraschung gegen böse Überraschung

Wieder reagieren Öl- und Aktiennotierungen auf schlechte Konjunkturdaten beiderseits des Atlantiks. Und sie reagieren abermals auf die Absage der US-Notenbank, frisches Geld in das Finanzsystem zu pumpen. Die Warnungen vor einem Abrutschen der Konjunktur sind mittlerweile sirenenartig laut. Jeder, der einer Organisation ohne Publikumsgeschäft innerhalb des Finanzsystems vorsteht, stößt in das gleiche Horn. Mehr als den eigenen Ruf werden die Rufenden für den Fall, dass die Wirtschaft tatsächlich abschmiert, kaum retten können. Anders als in 2008 werden sie darauf verweisen, dass sie dieses Mal rechtzeitig gewarnt hätten. Da alle rufen und niemand einen Weg aus der Misere benennt, bleibt der Wirtschaft kaum eine andere Wahl, als den Rufen zu folgen. Dass die Ölpreise dabei erneut einen so eindrucksvollen Abgang exerzieren wie in 2008 ist unwahrscheinlich. Dazu fehlt das Überraschungsmoment. Es ist bekannt, dass die Ölnachfrage trotz eines möglichen massiven Einbruchs der Konjunktur nur geringfügig sinken wird. Das dürfte den Finanzjongleuren genug Grund sein, ihr Geld im Öl zu belassen. Anders sähe es aus, wenn das Finanzsystem ungeordnet aus den Fugen geriete. Das zu verhindern bemüht sich die Politik in aufopferungsvoller aber verzweifelter und zweifelhafter Tat.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Ölkonsum wächst
Nordsee-Öl fließt unzureichend
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Libysches Öl soll bald wieder fließen
Markt gut mit Öl versorgt
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Fortbestand der EU steht in Frage

Unsere Heizölpreise geben nach. Das ist die gute Nachricht. Der Preisrückgang fällt den Umständen entsprechend gering aus. Dem starken Rückgang der Ölnotierungen steht ein starker Gewinn des Dollars gegenüber, der die Wirkung auf den Heizölpreis erheblich reduziert. Das ist die schlechte Nachricht. Angesichts der Panik an den Börsen liegt es nahe, einen deutlichen Rückgang der Heizölpreise vorherzusagen. Mittlerweile ist aber selbst Panik ein alltäglicher Umstand ohne besondere Bedeutung. Die letzten Wochen und Monate zeigten, dass es immer anders kommt als erwartet. Dafür sorgt Politik. Ihre nächste Einflussnahme wird kommen. Der Sinn liegt in der Überraschung. Mehr kann Politik derzeit nicht aufweisen. Die Situation bietet allen Anlass für eine enge Verfolgung der Heizölpreise. Dabei kann unser Preiswecker hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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