Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Überraschung

Gestern war wieder so ein verrückter Handelstag. In Erwartung, dass das API erneut steigende Lagerbestände verkünden muss, fielen die Preise am Nachmittag deutlich ab. Die Situation wurde garniert von einer Meldung aus Russland, nach der die Regierung in einem Treffen erneut feststellen muss, ohne nennenswerten Einfluss auf die Ölgesellschaften zu sein. Diese werden ihre Produktion nach ihren eigenen Interessen steuern.

Kurz vor Handelsschluss in New York machte sich die Kunde breit, dass die Sache mit den Lagerbeständen in dieser Woche anders ausfallen wird. Sie werden sinken. Darauf versuchte der Markt im letzten Moment den vorausgegangenen Preisrückgang wieder wett zu machen. Es liegt die Vermutung nahe, dass diese gestrige Abschlussbewegung heute weiter gehen wird.

Die API-Daten lauten wie folgt:

Rohöl verliert zur Vorwoche 4,5 Mio. Barrel und liegt damit 13,4% über dem Vorjahreswert.

Heizöl und Diesel gewinnen 1,6 Mio. Barrel und liegen nun 19,8% über dem Vorjahreswert.

Benzin verliert 0,6 Mio. Barrel zur Vorwoche und liegt nun um 6,3% über dem Vorjahreswert.

Das Paradoxon in den Werten liegt in der Tatsache, dass der Rohölbestand sinkt, aber dennoch gegenüber dem Vorjahr steigt. Bei Heizöl und Diesel ist es genau umgekehrt. Der Bestand steigt, aber relativ zum Vorjahr fällt er.

Was sollen wir nun aus den Nachrichten für unseren Heizölpreis ableiten? Zunächst wird eine deutliche Preisveränderung vermutlich auf sich warten lassen, da die Daten heute mit denen des DOE verifiziert werden müssen. Sollten diese eine gleiche Tendenz aufweisen, könnte es Schubkraft für steigende Preise geben. Es deutet sich aber bereits an, dass der leichte Aufwärtstrend im Ölpreis nun eine fundamentale Unterstützung erfährt.

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