Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Übertreibung regiert den Markt

Die Preise springen im Tagesrhythmus hin und her. Auf einen in seiner Stärke kaum zu rechtfertigenden Anstieg am Mittwoch folgte eine heftige Gegenreaktion am Donnerstag. Die Bewegung ist von Spekulation und der Sorge getrieben, einen Gewinn bei steigenden Kursen zu verpassen. Fundamental gibt es z. Z. keinen Grund für weiter steigende Preise. Der Markt ist aktuell gut versorgt. Alle bullischen Argumente sind verarbeitet. Die Preise sind ausgereizt. Weiterer Preisanstieg erfordert neue oder härtere Argumente. Die könnten bald kommen. Aktuell gibt es sie nicht. Das entzieht den bullischen Spekulanten den Boden und macht den Markt nervös. Der Dollar bleibt nach der deutlichen Korrektur vom Mittwoch im Abwärtstrend. Die US-Wirtschaft bietet nichts, was diese Lage ändern könnte.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Bestandsdaten werden negativ interpretiert
Negative Hurrikanprognosen für die USA
Instabile Lage in Nigeria
Atomkonflikt mit dem Iran
Chinas Wirtschaftswachstum ist stärker als erwartet
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC offen für höhere Liefermengen
Wiederinbetriebnahme einiger US-Raffinerien
US-Benzinnachfrage sinkt
US-Rohöllager prall gefüllt
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
Iran reduziert Aggressivität im Atomstreit

Unsere Heizölpreise laufen seit zwei Wochen überwiegend seitwärts. Die heftigen Ausschläge des Weltmarkts wurden stark gedämpft. Kurzfristig erwarten wir keine Änderung der Bewegungsrichtung. Diese dürfte erst eintreten, wenn der Binnenmarkt spürbar anzieht oder ein Hurrikan den Ölmarkt aufwirbelt. Die 3000-Liter-Partie Heizöl kostet aktuell knapp fünf Prozent weniger als vor einem Jahr.

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