Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


„Eine Runde Mitleid“

Für die Finanzszene kommt es knüppeldick. Erst signalisieren Italiener, dass sie das Euro-Spiel in der bisherigen Form nicht mehr mitspielen wollen. Sie ziehen damit am Teppich der Gemeinschaftswährung, die durch miese Konjunkturdaten ohnehin schon leidet. Dann kappt die EU-Kommission Banker-Boni. In den USA schnappt die Fiskalzange zu. Schließlich stimmen die Schweizer für noch schärfere Anti-Abzocker-Regeln, als die EU-Kommission beschloss. Begleitet wird das Ganze von schwachen Konjunkturdaten aus China und den USA. Die privaten Einkommen im Land des Superkonsums sanken um 3,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Für einen wachsenden Ölverbrauch bleibt da keine Phantasie mehr. Auf der Angebotsseite wird von entspannenden Gesprächen mit dem Iran berichtet, von steigender OPEC-Förderung im Februar, von steigender Förderung in den USA und in anderen Nicht-OPEC-Staaten. Den Bullen bleibt nichts anderes übrig, als von der Weide zu laufen, auf der sich die Bären breit machen. Besonders beeindruckend ist der Effekt im Gasöl-Chart wahrzunehmen. Er sollte noch nicht am Ende angekommen sein.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: EIA sieht Nachfrage derzeit größer als das Angebot
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
Spannungen in Nordafrika und Nahost
Kleine Probleme in der globalen Lieferkette

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Euromisstrauen wieder da
USA fallen über Fiskalklippe
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Laue Konjunkturzahlen aus China und den USA
Atomgespräche mit dem Iran verlaufen freundlich
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Genug Öl am Markt

Unsere Heizölpreise bleiben in einem guten Lauf. Den haben sie den Ölbörsen zu verdanken. Der Devisenmarkt hält relativ erfolglos dagegen, obwohl der Dollar kräftig zulegen kann. Es reicht aber nicht, um den noch kräftigeren Abgang der Ölnotierungen zu annullieren. Schön, dass die Finanzszene die Realität des physischen Ölmarkts mal wieder wahrnimmt. Sie beschert Verbrauchern damit Kaufpreise. Die könnten in den kommenden Wochen und Monaten sogar noch besser werden. Nun beginnt allerdings wieder die Sorge vor Eingriffen der Politik, um das „Leiden“ der Banken zu beenden. Wenn der Abgang der Börsen auf die Aktienmärkte übergreift, steigt die Wahrscheinlichkeit für das nächste Geldprogramm, das den Trend beenden wird. Noch ist es nicht soweit. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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