Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


„Schlimmer als Lehman-Pleite“

Der Ölmarkt erträgt die Produktionsausfälle der Lieferländer, in denen soziale Spannungen zu offenen Schlachten eskalieren, bisher problemlos. Das nimmt man auch an den Börsen zur Kenntnis. Preiserhöhungen, die mit entsprechenden Ereignissen kommentiert werden, unterbleiben mittlerweile. Die aufgelaufenen Steigerungen werden allerdings nicht zurückgenommen. Finanzjongleure blicken bei ihren Spielereien mit Ölpapieren derzeit auf den Geldmarkt. Zusammenhänge mit dem realen Ölmarkt sind reine Fiktion. Gleichwohl ist der Handel mit Ölpapieren maßgeblich für den Ölpreis. Das absurde Geschehen aufzulösen, traut sich weltweit kein Politiker. Schlimmer, die von der Finanzwirtschaft selbst zerstörten Geldsysteme werden mit politischer Einflussnahme weiterhin am Leben gehalten. In Griechenland bahnt sich eine Umschuldung an. Portugal und andere werden folgen. Darüber wundert sich niemand außerhalb der politischen Klasse. Von der EZB hört man, dass die Umschuldung schlimmer sei als die Lehman-Pleite. Das sind die Worte, die den nächsten Opfergang des Steuerzahlers vorbereiten. Bis zum Zusammenbruch des Finanzsystems lässt sich noch sehr viel Steuergeld umschichten.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft besser als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Sorge vor Ausweitung der Unruhen auf Saudi Arabien
Libyen fällt als Lieferant lange aus
Dollar sinkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Markt ausreichend mit Öl versorgt
Reduzierte Wachstumsprognosen
Insgesamt hohe US-Bestände
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Das liegt am Dollarrückgang. Von den Ölbörsen kommt nichts, was nach einem Preiseinbruch aussieht. Am Devisenmarkt bahnt sich Unruhe an. Beiderseits des Atlantiks treffen die Zentralbanken Vorbereitungen. Wofür weiß man noch nicht. Wenn die Katze aus dem Sack ist, werden die Börsen wieder wackeln. Dass dabei nennenswerte Rückgänge für die Heizölpreise auflaufen, erwarten wir nicht. Sicherer als auf fallende Preise zu setzen, ist es, weniger Energie zu verbrauchen. So kann das beispielsweise zuhause geschehen.

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