Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


100 Dollar – ein Scherz

Nachdem sich das Erreichen der 100-Dollar-Marke als eine Aktion eines Scherzboldes herausgestellt hat, geben die Preise etwas nach. Aber nicht als Reaktion auf diese Erkenntnis. Der Aufwärtstrend bleibt erhalten. Den Anhängern des hohen Ölpreises weht aber warmer Wind entgegen. Die Temperaturen im Nordosten der USA werden in den nächsten 10 Tagen etwas über normal eingeschätzt. Das bedeutet für die Region des größten Heizöl-Verbrauchs, dass eben vom Heizöl weniger verbraucht werden wird. Außerdem lassen die neuesten US-Konjunktur-Zahlen wieder einmal an der Stabilität der US-Wirtschaft zweifeln. Auf der Gegenseite befinden sich die immer gleichen Problemzonen Nigeria, Irak, Iran und Pakistan. Die Börsianer kehren nun wieder aus den Feiertagen an die Märkte zurück. Es wird sich noch zeigen müssen, auf welche Seite sie sich schlagen. Am Freitag stieg der Euro kurzzeitig auf 1,48 Dollar, verlor kurz und bleibt nun auf hohem Niveau. Für den Dollarrückgang werden ebenfalls schlechte US-Konjunkturdaten verantwortlich gemacht.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Starker Bestandsrückgang in den USA
Terror in Nigeria
Pulverfass Pakistan
Türkische Militäraktionen im Nordirak
Goldman Sachs Preisprognose
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
OPEC erhöht Quoten nicht
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Temperaturen sollen steigen
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC-Reservekapazitäten ca. 3 Mio. Barrel pro Tag
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
Iran hat Bau an Atombombe vor Jahren eingestellt

Unsere Heizölpreise fallen mit dem Weltmarkt. Der schwache Dollar lässt dies zu. Dennoch sind die Preise auf einem hohen Niveau. Es wird sich erst zeigen müssen, ob die Preise jetzt endlich weiter runter gehen. Um sie herunterzuholen, bedarf es eines weiteren Anstoßes. Ein warmer Winter könnte ein solcher Anstoß sein. Die Chancen für einen Preisrückgang in den nächsten zwei Monaten beurteilen wir 50/50.

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