Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


2008 lässt grüßen

Und sie ist eben nicht beendet, die Finanzkrise. Sie, die vor drei Jahren ihren letzten Höhepunkt erreichte, sie, die durch hemmungsloses Schuldenmachen im Dienst eines zweifelhaften Wirtschaftswachstums befeuert wird, ist erneut offen ausgebrochen. Immer wieder fragten sich die geneigten Beobachter des Finanzgeschehens hier, wie eine schuldenverursachte Krise durch noch mehr Schulden geheilt werden soll? Wie, wenn man schon den Schuldenweg geht, das explosionsartige Wirtschaftswachstum, das allein die Schulden rechtfertigen würde, in den satten Industrieländern und in einer Welt, in der dem breiten Mittelstand die Mittel zum exzessiven Konsum fehlen, entstehen soll? Die stereotype Antwort war und ist: Konsumieren und Sparen. Solange solche Antworten gegeben werden, ist jede Hoffnung auf ein Ende der Krise sinnlos. Solche Antworten sind eine Einladung für absurde Preisbewegungen an den „Märkten“. (Das Wort ist übrigens mein Favorit für das Unwort des Jahres.) Nachdem die Ölpreise über zweieinhalb Jahre im Wesentlichen aufwärts flogen, könnte nun eine ordentliche Korrekturphase kommen. Ihr Auslöser wäre die sich verschärfende Konsumschwäche in den USA. Schauen wir mal.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Nordsee-Öl fließt unzureichend
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: USA verlieren beste Bonität
Panik an den Börsen
US-Konjunktur läuft schlecht
Insgesamt hohe US-Bestände
Lieferung der freigegebenen strategischen Ölreserven
Saudi Arabien hat zuviel Öl im Angebot
Nigeria hat zuviel Öl in Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Anziehender Dollarkurs

Unsere Heizölpreise bewegen sich weiter abwärts. Der Ratingagentur Standard & Poor’s sei Dank. Sie ist der Brandbeschleuniger für das bereits ausgebrochene Feuer an den Börsen, wird gesagt. Das kann man so sehen. Da es kein politisches Löschwasser gibt, ist das Legen eines Gegenfeuers aber eine probate Methode der Feuerbekämpfung. Wie dem auch sei, die Chancen sind gut, dass Heizölverbraucher in den kommen Tagen und Wochen freundliche Einkaufspreise finden werden. Man sollte die Notierungen eng verfolgen, um einen Kaufmoment aufzuspüren. Dabei kann unser Preisalarm hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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