Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


2008 war anders

Die Finanzszene trotzt der aufgekommenen Verkaufspanik. Den zweiten Tag in Folge schafft sie es, die heftig zappelnden Preise auf Vortagsniveau zu halten. Die Möglichkeit zu einem weiteren Preisabgang ist aber nicht abschließend gestoppt. Es zeigt sich lediglich, dass die Lage eine andere ist als während des Absturzes in 2008. Als der losging, hatte die Wirtschaft bereits eine einjährige Schwächeperiode durchlaufen, die sich in deutlich fallenden Aktiennotierungen offenbarte. Trotz dieser Schwäche war das Ölangebot knapp. Das änderte sich erst mit dem Crash. Heute stottert die Wirtschaft eher in den Prognosen als in der Realität. Aktiennotierungen zeigen Unruhe aber keine strukturelle Schwäche. Das Ölangebot ist hoch, Tendenz kurzfristig steigend. Einzig aus dieser Situation heraus sind rückläufige Ölnotierungen zu rechtfertigen. Das langfristige Angebot wird weiterhin kritisch gesehen. Deshalb ist ein vehementer Preisverfall unwahrscheinlich. Des Weiteren ist die Lage der USA eine fundamental andere als in 2008. Die Ölnachfrage sinkt, während das Angebot um fast zehn Prozent gesteigert wird. Den Gegenpol dazu bildet China. Das Land steigert seine Nachfrage weiterhin deutlich, aber nicht vollkommen unkontrolliert. Alles in allem ist der Ölmarkt damit einschätzbarer als vor vier Jahren.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Irans Ölangebot auf 20-Jahres-Tief
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Iran
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Asiatische Ölnachfrage wächst
Ölembargo gegen den Iran ab Juli

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Wahlentscheidungen in Frankreich und Griechenland
Unbefriedigende Konjunkturdaten vieler Industrieländer
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
OPEC will Reservekapazitäten steigern
Überschüssiges US-Rohöl steht ab Mitte Mai dem Weltmarkt zur Verfügung
Hohe Ölbestände weltweit
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise stoppen den Abgang. Sie folgen damit den Vorgaben der internationalen Börsen. Der Dollar zeigt Stärke. Die Tatsache, dass Ölnotierungen und Dollarkurse sich wieder gegenläufig entwickeln, dämpft extreme Ölpreisausschläge des Weltmarkts. Heizölpreise bewegen sich erheblich ruhiger. Sie kratzen an den gültigen Trendkanälen, kurzfristig abwärts, langfristig aufwärts, aber sie durchbrechen diese noch nicht. Das kann noch kommen. Es muss aber nicht kommen, weil die Lage wie oben beschrieben unpanisch ist. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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