Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


60 Dollar pro Barrel wieder Referenzwert

Schneller als erwartet nähert sich der Rohölpreis der 60-Dollar-Marke an. Die nach wie vor gute Versorgungslage wird nicht mehr gewürdigt. Statt dessen werden unterdurchschnittlich tiefe Temperaturen in den US-Heizölregionen, eine überraschend robuste US-Wirtschaft und zunehmende Gewalt in Nigeria und im Irak als Einflussfaktoren genannt. Das stärkste Argument für steigende Preise bleibt aber der Trend selbst. Seit Mitte Januar hat er einen starken Aufwärtslauf. Der Einfluss der OPEC ist dagegen marginal. Das Kartell ist nicht in der Lage, die Preise maßgeblich zu beeinflussen. Der Dollar tendierte in den letzten Tagen bei hohen Ausschlägen seitwärts. Auf Grund der unerwarteten Wirtschaftsstärke ist ein weiterer Anstieg nahe liegend.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Tiefe Temperaturen in den USA
Robuste US-Wirtschaft
US-Nachfrage leicht gestiegen
Instabile Lage in Nigeria und im Irak
Saudi Arabien kündigt höhere Kurzungen an
USA und China erhöhen strategische Reserven
Chinas Ölimporte wachsen um 15%
Charttechnik: kurzfristiger Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC produzierte zuletzt mehr statt weniger Öl
OPEC machtlos bei Preisregulierung
Iran gibt sich gesprächsbereit im Atomstreit
Winter bisher ausgefallen
Heizölverkäufe drastisch gesunken
Markt überversorgt

Unsere Heizölpreise haben ihren Januarrückgang mittlerweile annulliert. Sie befinden sich wieder auf Dezemberniveau. Damit bleiben sie im Vergleich zu den Preisen 2006 auf einem Tiefstand. Der Trend weist nun aber deutlich aufwärts. Die Binnennachfrage ist extrem gering. Die perfekten Kaufbedingungen sind vorbei. Dennoch, wer heute Heizöl kauft, bezahlt weniger als vor einem Jahr.

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