Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Abschied von der Geldpolitik

Der ehemalige Chefvolkswirt der EZB Jürgen Stark schießt kurz vor dem Besuch des EZB-Chefs Draghi in Deutschland auf die Politik der EZB. Er meint, dass die Maßnahmen der EZB die Grenzen der Geldpolitik, die der Geldwertstabilität verpflichtet ist, überschreiten. Damit bricht er sein Schweigen, dass er seit seinem Ausstieg vor ca. einem Jahr gepflegt hatte. Es ist bezeichnend, wenn er behauptet, die EZB mache sich zur Gefangenen der Politik. Es sei hinzugefügt, dass die Politik die Gehetzte der Finanzmärkte ist. Und so erklärt sich der Durchgriff des Finanzsektors auf eine schier unbegrenzte Geldquelle. Solange sich jedoch die Finanzmärkte lediglich in einer Art Casino abspielen würden, blieben die Menschen davon weitestgehend unbehelligt. Leider bietet gerade die Spekulation auf Öl ein Einfallstor in die reale Welt. Ein beträchtlicher Teil der Preissteigerungen der letzten Zeit sind auf die Überversorgung des Finanzsektors mit billigem Geld zurück zu führen. Gestern jedoch mussten Spekulanten, die auf steigende Ölpreise gesetzt hatten, eine Niederlage hinnehmen. Der Abgang der Ölnotierungen ging weiter. Leider verlor der Euro, sodass nicht viel beim deutschen Heizölverbraucher übrigblieb. Die Richtung stimmte jedoch zuversichtlich. Mehr als Verlust war es dann auch ein Gewinn des Dollars, der wegen einer zu erwartenden Intervention der Bank of Japan zulegte. Anleger wechselten vom Yen in den Dollar und stärkten diesen auf diese Weise.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Geringe US-Heizölbestände
Geldvermehrung der Notenbanken
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Spekulationen über iranische Attacken gegen Ölwege

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Hohe US-Rohölbestände
OPEC produziert über Quote
Ölangebot hoch
Chinas Wachstum wird langsamer
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise steigen leicht. Schuld daran ist der Auftrieb des Dollar. Die Ölnotierungen sind mit den Aktienmärkten gesunken. Heute Morgen ziehen sie in einer Art technischer Gegenreaktion bereits wieder an. Der Euro verbleibt auf dem Niveau von gestern. Der sprunghafte Anstieg der Ölnotierungen könnte das Ende des jüngsten Preisnachlasses einläuten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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