Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Absurdes zum Tage

Eine Serie US-Wirtschaftsdaten fiel positiv aus. Das kommt der Finanzszene gar nicht gelegen. Sie wettet derzeit auf neue Hilfsmaßnahmen der FED (US-Notenbank), das heißt, sie braucht schlechte Wirtschaftsdaten. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Aktien- und Ölnotierungen gaben nach. Die Absurdität der Angelegenheit bekommt eine besondere Note durch Vorabmeldungen über die US-Bestände. Danach kam es für Rohöl zum größten Abbau seit vier Jahren. Aber auch dieser durch und durch bullische Aspekt konnte den Gang der Preise nicht umkehren. Die Iran-Atom-Affäre hat in diesen Tagen wenig Einfluss auf die Ölpreisbildung. Hinter den Kulissen wird verhandelt, also wird nicht geschossen. Geschossen wird stattdessen in Syrien, das für den Ölhandel irrelevant ist. Der Bürgerkrieg ist zur stellvertretenden Auseinandersetzung mit dem Iran geworden. Der Westen unterstützt dort ironischerweise die Seite, die der Errichtung eines Gottesstaates näher steht als die gegenwärtige Führung. Diese wird auf ihr Bündnis mit dem Iran reduziert und deshalb attackiert. In den nächsten Tagen dürfte die Musik der Börse in Europa spielen, wo weit stärker als in den USA um das ganz große Geldrad, das die EZB bedienen soll, gerungen wird. Deutschland wehrt sich noch. Die Position ist aber nicht mehr zu halten. Entweder tritt Deutschland aus der Eurozone aus oder es stimmt der Geldproduktion der EZB zu. Dann dürften Benzin und Heizöl teuer werden, weil der Euro an Wert verlieren wird.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken erwartet
Zu viele Ölkäufer in Europa
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
OPEC-Produktion sinkt
Höhere Ölnachfrage im dritten Quartal erwartet
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Iran findet Wege, den Boykott zu lockern
Schwache Konjunkturaussichten
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran

Unsere Heizölpreise sinken. Das haben sie den Vorgaben von den Ölbörsen zu verdanken. Die handeln derzeit alles andere nur nicht den Ölmarkt. Wir gehen nicht davon aus, dass die Tendenz zu fallen Heizölpreisen lange andauern wird. Die Zeichen stehen eher auf Preisanstieg. Einen Fall erwarten wir erst mit dem Erreichen alter Höchststände bei den Rohölnotierungen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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