Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Abwärtsdruck ohne Effekt

Die Ölpreise tendieren abwärts. Die Bewegung blieb bisher allerdings wenig effektiv. Unterstützender Preisdruck kommt von der OPEC. Das Kartell will die Fördermengen trotz leichter Überproduktion anlässlich des nächsten Treffens am 01. Juni beibehalten. Einige OPEC-Vertreter sind besorgt über die Anstrengungen der Industrienationen, Alternativen zum Mineralöl nutzbar zu machen. Sie befürchten, dass weiter steigende Preise diese Bemühungen verstärken und die langfristigen Perspektiven für die Mineralölproduzenten negativ beeinflussen. Daher sind sie an der Stabilisierung der Preise auf dem aktuellen Niveau oder sogar etwas tiefer interessiert. Der Dollar erholt sich auf Grund neuer Zinsphantasien für die USA. Nach der langen Talfahrt war eine Gegenreaktion überfällig.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Angst vor Hurrikansaison in den USA
Raffineriekapazitäten knapp
Atomstreit mit dem Iran
Rebellen lähmen Nigerias Ölexporte
Konflikt zwischen Venezuela und USA droht zu eskalieren
Nachfragewachstum stetig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Konjunkturabschwächung in G7-Staaten befürchtet
Nachfrage wächst langsamer
Gute US-Vorratslage
Bush suspendiert Aufbau der strategischen Reserven
Drosselung der iranischen Öllieferungen soll es nicht geben
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise tendieren prinzipiell seitwärts. Zum Wochenbeginn haben sie eine schwache Abwärtskomponente. Erwartungsgemäß neutralisieren sich die internationalen Einflüsse von Öl und Dollar im heimischen Markt. Seitwärts bis schwach fallend wird vermutlich auch die Preisrichtung der kommenden Tage sein.

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