Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Abwärtstrend kaputt

Anlegers Freude über den Rettungsschirm für europäische Banken ließ die Ölnotierungen gegen die fundamentale Marktlage steigen. Die Bewegung hatte den Charakter einer Initialzündung. Sie krempelte die Psyche der Akteure um. Mittlerweile haben die eine Geschichte aus fundamentalen Sachverhalten entwickelt, die das bullische Treiben unterfüttert. Da ist zum einen die Rückkehr des Säbelrasselns zwischen dem Iran und den USA nach den gescheiterten Atomverhandlungen. Um die Straße von Hormus ist ein kalter Krieg ausgebrochen. Es ist unwahrscheinlich, dass er heiß wird, da die Parteien im Stillen weiterverhandeln. Zum anderen stützen sich die Bullen auf den Streik norwegischer Ölarbeiter, die dem Markt täglich 0,25 Mio. Barrel bestes Nordseeöl entziehen. Dass der Markt mit 1,5 bis 2 Mio. Barrel Öl pro Tag überversorgt ist, wird in diesen Tagen ebenso wenig erwähnt wie die Serie von Konjunkturdaten, die auf ein Abkühlen der Weltwirtschaft schließen lässt. Nun gut, bezüglich des Ölpreises geben die Börsen die Fakten vor und nach denen ist der kurzfristige Abwärtstrend beendet. Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die desolate Lage des Geld- und Finanzsystems eine Rückkehr zum Aufwärtstrend schließlich doch noch verhindert. In 2008 bekam der Ölpreis während des Abgangs auch einmal Auftrieb, bevor er mit der Lehman-Pleite richtig in den Keller rauschte. Eine solche Pleite liegt nun wieder in der Luft. Um sie kann trefflich spekuliert werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Beschlüsse zur europäischen Bankenrettung
Finanzszene erwartet weitere Stützungsaktionen von Notenbanken
Ausfälle in Norwegen
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Kriegsgefahr zwischen Syrien und der Türkei
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
China importiert so viel Öl wie nie zuvor

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Serie schwacher Konjunkturdaten weltweit
US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
US-Produktion auf 14-Jahres-Hoch
OPEC produziert über Quote
Hohe Ölbestände weltweit
China importiert Öl aus dem Iran
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise steigen. Sie haben ihren kurzfristigen Abwärtstrend beendet. Dafür ist allerdings mehr die Binnen- als die internationale Marktlage verantwortlich. Das bedeutet, dass die klassische Börsenpsychologie in diesem Fall nicht bestimmend ist. Gleichwohl ist ein psychologisches Moment zu beobachten, das einer sich verstärkenden Kaufstimmung auf Verbraucherseite. Dass die Finanzszene derzeit wenig am Trend der Heizölpreise beteiligt ist, liegt an der Gegenläufigkeit der Dollar- zu den Ölnotierungen. Heizölpreise sind das Produkt aus Öl- und Dollarkursen. Es gibt noch reichlich Kaufpotential im Binnenmarkt, da die Verbrauchertanks relativ leer sind. Die bullische Lage wird wahrscheinlich einige Wochen andauern. In dieser Zeit haben es die Heizölpreise schwer zu fallen. Die aktuelle Börsenlage lässt eher steigende Preise erwarten. In Summe folgt daraus der Schluss, besser jetzt zu ordern als später in den möglichen Aufwärtstrend hineinzugeraten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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