Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Abwärtstrend macht schlapp

Öl wurde gestern etwas teurer. Der Abwärtstrend der Preise bleibt aber intakt. Nach dem ausgeprägten Lauf der letzten zwei Wochen steht eine Konsolidierung an. Sie kann Ruhe vor einer weiteren Abwärtswelle bedeuten. Sie kann sich aber auch als Ende der Bewegung und als Wende zum Fortgang des stärkeren Aufwärtstrends herausstellen. In diesem Moment ist Börse wie Bingo. Alles ist möglich, vor allen Dingen zu verlieren. Verlieren wird dem Vernehmen nach die Konjunktur auf beiden Seiten des Atlantiks. Das gibt uns Anlass das in diesem Moment ausgeglichene Chancenverhältnis der Ölpreisentwicklung auf Sicht der nächsten ein bis zwei Wochen leicht zu Gunsten eines weiteren Abstiegs zu gewichten. Die Kursbewegung des Dollars sah gestern nicht gut aus. Sie wurde erneut von schlechten Daten aus dem US-Häusermarkt gebremst. Die verstärken negative Konjunkturerwartungen für die USA. Heute Morgen wird dem Dollar weiteres Vertrauen entzogen obwohl die Konjunkturaussichten in Europa ebenfalls trübe sind. Immerhin, die Formel Dollar runter, Ölpreis rauf wird aktuell noch nicht bestätigt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
Atomstreit mit dem Iran
Hochpreisprognosen durch Öl- und Investmentwirtschaft
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Benzinbestände für die Jahreszeit hoch
FED-Report zur US-Wirtschaftslage
EIA und IEA senken Nachfrageprognosen
Rückgang der OECD-Nachfrage
China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Charttechnik: Abwärtstrend der Ölpreise

Unsere Heizölpreise haben das Fallen eingestellt. Wir würden uns nicht wundern, wenn sie heute weiter aufwärts tendierten. Wundern sollte man sich bei der Preisbildung ohnehin nicht, insbesondere wenn die eigene Erwartung nicht erfüllt wird. Als potenzieller Käufer ist diese Erwartung von Hoffnung gestört. Wir hoffen, dass unsere Sicht der Dinge zutrifft. Danach sollte nach einer kurzen Preissteigerung ein weiterer Preisrückgang folgen. Aber Vorsicht, das Ganze ist nur ein Zwischenspiel in einem langfristigen Aufwärtstrend. Daher gilt, wenn der Preis langfristig steigt muss der Verbrauch langfristig runter.

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