Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Abwärtstrend zu Ende?

Die abwärts gerichtete Grundstimmung hielt gestern an. Im Laufe des Tages verloren die Notierungen an Wert in Erwartung, dass die nach Handelsschluss erscheinenden Bestandszahlen weiteren Aufbau ausweisen. Durch Meldungen über stark rückläufige Lieferungen aus dem Irak und einen möglichen Streik der norwegischen Ölarbeiter wurde die Bewegung gebremst, ohne die grundsätzliche Stimmung zu verändern.

In der Nacht berichtete das API über die jüngste Entwicklung der US-Vorräte.

Danach verliert Rohöl zur Überraschung der Analysten 2,6 Mio. Barrel zur Vorwoche. Der Bestand ist 3% höher als vor einem Jahr.

Heizöl und Diesel legten um 1 Mio. Barrel zur Vorwoche zu und stehen 19,3% über den Vorjahreswerten.

Benzin verliert 1 Mio. Barrel und steht nun nur noch 0,5% über dem Bestand des Vorjahres.

Die Raffinerien arbeiteten für amerikanische Verhältnisse mit 93,8% ordentlich.

Im Vorfeld wurde die Lage insbesondere beim Rohöl anders eingeschätzt. Man ging von einem Anstieg um 1,5 Mio. Barrel aus. Dennoch wurden die Zahlen bisher recht gelassen aufgenommen. Nach unserer Einschätzung droht Ungemach weniger vom Rohöl als vielmehr von der Benzinseite. Die Vorräte reduzierten sich in den letzten Wochen kontinuierlich. Es sieht so aus, als fielen sie in Kürze unter das Vorjahresniveau zurück. Die Möglichkeit, auch dieses Jahr wieder in das gestern beschriebene Szenario zu geraten, wächst von Woche zu Woche. Und das bedeutete, dass wider der aktuellen Stimmung mit steigenden Preisen zu rechnen wäre.

Der Gasölpreis am Spotmarkt beträgt heute Morgen 187$ für die Tonne. Das ist unwesentlich mehr als gestern.

Unser Heizölpreis wird vermutlich wieder einen ruhigen Tag hinlegen. Nicht nennenswerte Veränderungen zu gestern sollten dabei herauskommen. Eine Empfehlung für oder gegen einen Kauf auszusprechen, ist derzeit kaum möglich. Für die Entscheidungsfindung zu bedenken, ist die vom Benzin ausgehende Problematik und der Umstand, dass die allgemeine Stimmung eher von Preisrückgängen ausgeht. Wie so oft an der Börse, ist die allgemeine Stimmung aber eventuell auf der falschen Seite.

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