Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Adrenalinabbau

Der Aufwärtstrend lebt. Aber der unglaubliche Preisanstieg von 11 Dollar am letzten Freitag wird zurückgefahren. Das Barrel Rohöl kostet aktuell rund 132 Dollar. Ob Saudi Arabien mit einer Beruhigungsinitiative zur Preisdämpfung beitragen konnte, lässt sich nicht zweifelfrei feststellen. Feststellen lässt sich aber das Bemühen, die Preiswogen zu glätten. Zum einen bietet das Land einseitig zusätzliches Öl an. Zum anderen wünscht es ein Ölgipfeltreffen mit OPEC- und Verbrauchervertretern sowie Teilnehmern aus dem Management von Goldman Sachs, dem weltweit einflussreichsten Ölbroker. Beide Angebote werden von Analysten unter dem Titel „wenig Neues“ verbucht. Wenig Neues brachten auch die jüngsten Berichte von IEA (Internationale Energieagentur) und EIA (Abteilung des US-Energieministeriums). Als erneuert wird hingegen behandelt, dass die Zinsen in den US erhöht werden könnten. Das bringt den Dollar wieder in Aufwärtsrichtung. Der vermeintlichen Logik folgend sinkt der Ölpreis deshalb.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Banken und Analysten heben Preisprognosen an
Israel droht dem Iran wegen des Atomprogramms
OPEC lehnt Produktionserhöhung ab
Hurrikansaison in den USA
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudi Arabien bietet mehr Öl und einen Ölgipfel an
Rückgang der US-Nachfrage erwartet
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC baut Förderkapazitäten aus
Hohes Reservepotenzial im Irak
US-Regierung um Dämpfung der Spekulation bemüht

Unsere Heizölpreise halten sich ganz oben. Immerhin droht ihnen momentan kein weiterer Anstieg. Ein wenig Absenkung ist möglich. Der große Wurf nach unten ist aber nicht in Sicht. So bleibt die Devise bestehen, wenn der Preis nicht sinkt, muss der Verbrauch sinken. Wer für eben diese Verbrauchssenkung noch kein Geld in die Hand nehmen will, weil er nicht weiß, mit welchem Gewerk er beginnen soll, sollte wenigstens das Wissen um die Energieintensität des eigenen Hauses mehren. Damit handelt es sich später sicherer und man kann den Erfolg von Umbaumaßnahmen kontrollieren.

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