Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Aktien- und Devisen bestimmen den Ölpreis

Am vergangenen Freitag wurde an der NYMEX wieder Achterbahn gefahren. Erst ging es rauf, dann steil bergab. Am Ende kam nichts dabei heraus. Die Aktien- und Devisenmärkte beeinflussen das Geschehen am Ölmarkt. Es ist ein ständiges Suchen nach Anlagemöglichkeiten für billiges Geld. Der Rettungsplan für Griechenland wird von den Märkten grundsätzlich positiv gesehen. Die wichtigsten Signale sind die Fähigkeit zum Kompromiss und die Stärkung der griechischen Position an den Finanzmärkten. Zunächst stieg nicht nur der Euro, sondern auch der Ölpreis, weil viele Händler von einer positiven Wirkung auf die Konjunktur geträumt haben. Der Euro hat sich wieder oberhalb der 1,34 Dollar pro Euro stabilisiert. In den letzten Wochen hatte sich diese Marke als eine Art Boden für den Verfall des Euro abgezeichnet. Dann wurde sie doch durchbrochen. Nun konnte sich der Euro wieder darüber setzen. Als negativ an dem Rettungsplan für Griechenland wird die Einbindung des IWF eingestuft. Der Einfluss der US-Amerikaner sei zu hoch. Die als eiserne Kanzlerin gefeierte Bundeskanzlerin Merkel hatte diese Option durchgeboxt. Trotz der Kritik, muss man festhalten, dass die Einbindung des IWF vor allem eine praktikable Lösung ist. Ein europäischer Währungsfonds wäre wohl nicht mehr rechtzeitig zu realisieren, denn die nächste kritische Finanzierungsrunde kommt bestimmt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Nachfrage steigt moderat
OPEC-Exporte sinken geringfügig
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China strafft Geldpolitik
Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage in alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise fallen ein wenig. Das ist mehr ein Gewinn des Euro als eine echte Änderung der Preisbewegung beim Öl. Vorsicht ist geboten. Wer glaubt, dass die aufsteigenden Trends bei Öl und Dollar gebrochen sind, täuscht sich. Es handelt sich zunächst lediglich um eine Verschnaufpause. Es ist genug spekulatives Geld im Umlauf, um den Ölpreis weiter nach oben zu treiben und gegen den Euro zu wetten. Beides hätte nachteilige Wirkung für den deutschen Heizölkunden. Der hält sich zurzeit mit dem Kauf zurück und wartet ab. Um lange genug abwarten zu können, sollte rechtzeitig eine Teilmenge gekauft werden, denn ein Ende der Spekulation ist nicht in Sicht. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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