Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Aktienmärkte haben Öl im Griff

Am Freitagabend zogen die Ölnotierungen weiter an. Die maßgeblichen Einflussfaktoren bleiben die Aktien- und Devisenmärkte. Die Aktienmärkte führen in diesen Tagen ein merkwürdiges Eigenleben. Während es der realen Wirtschaft zusehends schlechter geht, bleiben die Aktienmärkte auffallend lebendig. Im Sog des spekulativen Kapitals wird immer wieder der Ölpreis mit hochgezogen. Die eigenen Marktkennziffern, wie Lagerbestände, Überproduktion der OPEC und reale Nachfrage führen ein Schattendasein. Der Dollar fiel Ende der letzten Woche wieder. Auch er wird für ein weiteres Ansteigen des Ölpreises verantwortlich gemacht. Solange die Aktien- und Finanzmärkte über dieses spekulative Kapital in dieser Form der Freiheit verfügen, bleiben auch die Ölpreise in ihrem Bann. Es ist schlicht zu einfach von einer Anlageform in die andere zu wechseln. Und so wechseln die Anleger wie es ihnen beliebt immer wieder in die Märkte, in denen die höhere Rendite lockt. Allerdings wird die Stimmung etwas skeptischer und die Einschätzung, dass demnächst eine Korrektur erfolgen muss, wächst. Heute fällt der Dollar weiter. Die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten fielen zwar gut aus, aber dies führt nur dazu, dass der Dollar als sicherer Anlagehafen in Krisenzeiten nicht gebraucht wird.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Haussierende Aktienmärkte
Konjunktur wird bisweilen freundlicher gesehen
OPEC Exporte gefallen
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Globale Rezession
Überproduktion von Rohöl
Weltweite Nachfrage sinkt
Öllager randvoll
Goldman & Sachs prognostiziert 45 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise halten sich tapfer. Der Anstieg an den Börsen ist nicht mehr so stark, dass er merklich Zeichen hinterlassen kann. Der Dollar hält zur Freude der deutschen Verbraucher dagegen. Außerdem ist der Steueranteil in Deutschland hoch, so dass die Börsendaten nicht direkt auf den Heizölpreis durchschlagen. Wir bewegen uns noch in der Bandbreite der Märzpreise. Wir halten weiter an der Prognose fest, dass dies so bleibt. Ein Richtungswechsel müsste aber in den nächsten Tagen erfolgen. Wer über die Preisentwicklung automatisch informiert sein will, sollte unseren Preisalarm verwenden.

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