Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Alle Jahre wieder kommt der Hugo

Während der Nachrichtenstrom unerheblich wird und die Preise seitwärts driften, inszeniert Hugo Chavez, Venezuelas herrschender Linkspopulist sein alljährliches Weihnachtsspektakel beim Klassenfeind USA. Er schenkt 200.000 minderbemittelten Haushalten einen vollen Heizöltank. Chavez lässt seine Medien tanzen. In den USA macht man wenig Aufhebens von der Aktion. Den Beschenkten ist es egal, wer für ihr warmes Haus sorgt. Und die Börse ignoriert die Inszenierung komplett, weil sie preislich irrelevant ist. Kurzzeitig relevant können hingegen die heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Bestandsdaten werden. Wie die Reaktion darauf auch immer ausfallen mag, lange werden sich die Preise auch hiervon nicht beeinflussen lassen. Der Dollar scheint das Maximum an Gegenbewegung zum Abwärtstrend überwunden zu haben. Ruhig sollte es in den nächsten Tagen wieder talwärts gehen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Goldman Sachs Preisprognose
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Raffinerieprobleme in den USA
OPEC erhöht Quoten nicht

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Temperaturen sollen steigen
OPEC-Reservekapazitäten ca. 3 Mio. Barrel pro Tag
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
Iran hat Bau an Atombombe vor Jahren eingestellt

Unsere Heizölpreise geben nach. Die Bewegung verläuft innerhalb eines Seitwärtstrends. Sie dürfte nach unten begrenzt bleiben. Wir sind zuversichtlich, dass die Preise während des Winters erneut das Tief vom 10.12. erreichen. Viel mehr Preisrückgang sehen wir derzeit aber nicht voraus. In der Weihnachtswoche gibt es wenig Zeit für Lieferungen. Daher erhöhen sich vielerorts die Lieferzeiten auf bis zu drei Wochen.

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