Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Alles bekommen und doch unzufrieden

In der iranischen Atomaffäre schallen Kriegstrommeln. Hinter den Kulissen wird allerdings mit den Europäern verhandelt. Auf die Ölpreisbildung hat die aufgeputschte Situation derzeit kaum Einfluss. Die wird hauptsächlich durch Geldschöpfungsprogramme, Konjunkturprognosen und eine relativ schwache Ölnachfrage bestimmt. Dem Gelddrucken hat sich nun auch die Japanische Notenbank angeschlossen. Von ihrem chinesischen Pendant wird das Gleiche erwartet. Das viele Geld ist dazu gedacht, Banken vor dem Zusammenbruch zu bewahren und die lahmende Konjunktur anzukurbeln. Der erste Zweck wird erfüllt, der zweite nicht. Irgendwie macht sich selbst in der geldverliebten Finanzszene das Gefühl breit, dass Gelddrucken auf Dauer sinnlos, ja sogar kontraproduktiv ist. Sie hatte die Gunst der Notenbanken so ersehnt. Nachdem ihr Rufen erhört wurde, ist sie dennoch nicht glücklich, denn die alten Probleme sind immer noch da. Eines ist die desolate Lage einiger Eurostaaten. Griechenland braucht viel mehr Geld als gedacht und Spanien will kassieren, ohne die damit verbundenen Bedingungen zu akzeptieren. Ein anderes ist der Konsum in den USA. Die Ölnachfrage ist auf ein 15-Jahres-Tief gesunken. Sogar China reduziert seine Ölimporte drastisch. Vor diesem Hintergrund ist es plausibel, dass die Ölpreise trotz der Finanzspritzen nicht in die Höhe schnellen. Die Finanzszene macht zwar das, was man erwarten durfte. Sie erhöht die Zahl der bullischen Long-Kontrakte. Gleichzeitig erhöhen Ölunternehmen aber ihre bärischen Short-Kontrakte, um sich vor fallenden Preisen zu schützen. In Summe bleiben die Ölpreise durch die Maßnahmen stabil. Das dürfte auch in dieser Woche so bleiben. Der Euro wird hingegen an Wert verlieren.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Anleihekäufe durch EZB und FED
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaftswachstum kühlt ab
Schwache Konjunkturaussichten
OPEC produziert über Quote
Schuldenprobleme im Euroraum

Unsere Heizölpreise folgen dem frischen Seitwärtstrend. Das wird viele Verbraucher nicht befriedigen, da die Heizölpreise hoch sind. Es hätte mit den Gelddruckprogrammen der Notenbanken aber viel schlimmer kommen können. Insofern ist die Trendmeldung keine schlechte Nachricht. Kurzfristig sehe ich kaum Chancen für tiefere Heizölpreise. Sie werden vermutlich im Trend pendeln. Der erneut unter Druck stehende Euro (steigender Dollar) wird kleine Rückgänge der Ölnotierungen annullieren. Längerfristig können die Probleme mit dem Finanzsystem und der Konjunktur aber tiefere Heizölpreise verursachen. Um darauf zu spekulieren, sollte der Tank mindestens bis Februar ausreichend gefüllt sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen