Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Alles drastisch

Die FED (US Notenbank) gibt alles. Und alles ist eine Null. Die Rede ist von den Leitzinsen. Damit wäre das Pulver verschossen. Aber soll schnell gibt sich die FED nicht geschlagen. Von nun an wird Geld gedruckt, wenn es gebraucht wird. Die Blaupause zu dem Vorgehen entstand in Japan Anfang der 1990er Jahre, nachdem die Immobilienblase geplatzt war. Der Dollar rauscht nach dem unerwartet drastischen Schritt der FED derart in die Tiefe, dass die Auswirkung auf unseren Ölpreis spürbar wird. Das Zinsereignis ist etwas für die Geschichtsbücher. Es droht die heute anstehende OPEC-Entscheidung über eine ebenfalls drastische Mengenkürzung zu überstrahlen. Die Ölförderländer brauchen dringend einen höheren Ölpreis, den sie heute auf den Weg bringen wollen. Angesichts des Dramas um die Weltwirtschaft ist die Chance, den ersehnten Preis zu bekommen, außerordentlich gering. Wahrscheinlich ist indes, dass der Ölpreis in den kommenden Wochen weiter fallen wird.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Drastische Zinssenkung in den USA
OPEC, Russland u.a. diskutieren Kürzungen
Kalter Winter in den USA erwartet
Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China
IEA prognostiziert neue Hochpreisphase nach 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Weltweite Nachfrage sinkt
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel
OPEC hat wenig Gestaltungsspielraum
Charttechnik: Abwärtstrend des Ölpreises

Unsere Heizölpreise geben nach. Ein bisschen Weltmarktpreise und ein kräftiger Schuss Dollarverfall sind die Ursache. Aktuell sind die Binnenmarktpreise relativ weit vom internationalen Markt entrückt. Die hohe Nachfrage, die anstehende Steuererhöhung auf nicht schwefelarmes Heizöl und die lange Weihnachtszeit mit ihren fehlenden Arbeitstagen verschaffen den Preisen ein teilweise merkwürdiges Eigenleben. In der Spitze, sie befindet sich traditionsgemäß im Süden der Republik, liegt der rechnerische Preis erneut über zehn Prozent zu hoch. Die Überhöhung wird sich vermutlich in der ersten Januarhälfte weitgehend auflösen. Wer die Preisentwicklung verfolgen möchte, ohne ständig unsere Website zu konsultieren, kann unseren Preisalarm verwenden.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen