Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Alles dreht sich um die Konjunktur

Die Preise kratzen am Boden. Er wankt. Aber er hält. Noch ist nicht abzusehen, ob und wann sie weiter fallen werden. Solange liegt ein Trend vor, den man für Rohöl als Seitwärts, für Gas Oil und Heating Oil als Abwärts bezeichnen kann. Auf Dauer werden sich beide Trends wieder vereinen. Die Frage lautet, unter welcher Überschrift? Die Hauptrolle in der Preisbildung ging an die konjunkturabhängige Nachfrage. Kurz- und mittelfristig spielt das Angebot nur eine Nebenrolle. Der Konjunktur geht es schlecht. Sie wurde Opfer des Komasaufens. Man bemüht sich, sie auszunüchtern. Wenn das geschafft ist, soll sie stärker werden als je zuvor, versprechen die Heiler. Und sie wollen Komagelage auf den Finanzmärkten verbieten. Ankündigungen sind dem Ölpreis herzlich gleichgültig. Der reagiert auf Fakten. Das ist immerhin ein Novum. Vor Kurzem reagierte er noch auf die Phantasien der Komasäufer. Der Dollar folgt in diesen Tagen den Aktienmärkten. Steigen diese, fällt der Dollar und umgekehrt. Gestern fiel der Dollar.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Konjunkturprogramm für die USA genehmigt
Nullzinsen in den USA
Saudi Arabien zu weiteren Kürzungen bereit
OPEC Kürzungen
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Weltweite Nachfrage sinkt
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise halten inne. Tendenziell befinden sie sich in einem leichten Abwärtstrend. Der brachte sie schon etwas weiter herunter, als wir erwartet hatten. Er hat sogar das Potenzial, noch tiefere Preise zu schaffen. Da diese sich bereits in der Nähe eines Vierjahrestiefs befinden, laden sie immer wieder Käufer ein. Die Nachfrage im Binnenmarkt reißt nicht ab. Sie hält sich ungewöhnlich lange auf hohem Niveau. Auf Grund des höheren Wettbewerbs als bei anderen Energieträgern, folgen die Preise dem Konjunkturabschwung erheblich schneller. Das macht Heizöl als Brennstoff wieder attraktiv. Im Schnitt ist er momentan 50 Prozent billiger als Erdgas. Wenn Sie die Preisbildung verfolgen möchten, ohne ständig unsere Website zu konsultieren, empfehlen wir Ihnen unseren Preisalarm.

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