Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Alles wie gehabt

Es gibt keinen triftigen Grund, der die Ölnotierungen derzeit aus dem Seitwärtstrend schlagen könnte. Die Spannungen auf der Angebotsseite, Atomstreit mit dem Iran, soziale Unruhen in Nigeria, Kapselung des Südsudan sorgen zwar für einen bullischen Grundton. Solange aus den Spannungen kein sichtbarer Mangel wird, bleibt ein Effekt des Grundtons aber aus. Hilfsreich für das in Schach halten der Ölpreise ist zudem die prognostizierte Wirtschaftslage. Sie sieht erhebliche Rezessionsgefahren bei den alten Industrienationen heraufziehen. US-Wirtschaftsdaten bestätigen in ihrem jüngsten Update, dass der Laden keineswegs wieder rund läuft. Anders lautende Äußerungen haben einen wahlkämpferischen oder spirituellen Hintergrund. Ein wahrhaftiger Wirtschaftsaufschwung wird von keiner halbwegs objektiven Quelle gemeldet. Dennoch oder gerade deshalb zieht der Dollar wieder an. Er ist der Rückzugsraum der Finanzwirtschaft, der Bunker für herumirrende Finanzmittel, denen die Anlageidee fehlt. Der Dollar ist zum Gradmesser für Verunsicherung geworden. Je höher er steigt, desto aussichtloser scheint die Lage. Aussichtslos hinsichtlich der Umsetzung ist auch das, was die EU-Staatschefs zur Konsolidierung Europas entwickelt haben. Die selbstbejubelten neuen Stabilitätsformeln sind eigentlich alt. Sie standen bereits in den Grundverträgen zur Euro-Einführung. Ernst genommen wurden sie bisher nicht. Warum sollte das nun anders sein? Sparversprechen und Reparaturanstrengungen haben nicht die Kraft zur Veränderung. Dazu bedarf es einer mitreißenden Vision.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Steigende Dollarnotierungen
Ausfälle von Lieferungen aus Nigeria und Sudan
Raffinerieprobleme in Europa
Iran droht mit EU mit Ölboykott
Chinas Ölverbrauch erreicht neues Hoch
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Iran verschiebt Entscheidung über Ölembargo
US-Konjunktur läuft nicht rund
IWF senkt Wachstumsprognose
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Irak uns Venezuela wollen mehr Öl auf den Markt bringen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Sie werden mal wieder vom Dollar getrieben. Der kehrt in seinen Aufwärtslauf zurück. Diesen hatte er für eine 14-tägige, spekulative Gegenbewegung verlassen. Von den Ölnotieren droht aktuell keine nennenswerte Preissteigerung. Die droht allerdings im Inland. Ausgelöst ist sie durch die Insolvenz der Petroplus-Raffinerien. Direkt betroffen ist Süddeutschland als Lieferregion für Ware aus Ingolstadt. Ausläufer könnten aber auch andernorts zu spüren sein, weil das Importgeschäft für Ware aus Europa ebenfalls beeinflusst ist. Petroplus betrieb fünf Raffinerien in der EU. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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