Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Als Trend zu wenig

Auch gestern gaben die Ölnotierungen nach. Seit Mitte Oktober hat sich damit ein kleiner Abwärtstrend ausgebildet. Er wird allerdings zunehmend schwächer. Daher sind die meisten Analysten für den weiteren Verlauf auf eine Seitwärtsbewegung eingestellt.

Es kann durchaus so kommen, wie wir in einem Szenario spekulierten. Die Preise sinken, bis die 28$-Eingriffsgrenze der OPEC unterschritten ist. Damit würde dem Kartell ein Anheben der Liefermengen und ein Glaubwürdigkeitsverlust erspart bleiben. Letzteres deshalb, weil man ohnehin nicht bereit ist, seiner eigenen Handlungsmaxime zu folgen. Vorgestern notierte der OPEC-Korbpreis bei 28,12$. Aktuell dürfte er unter 28$ liegen.

Mit ihrer Meinung, dass die Märkte derzeit ausreichend mit Rohöl versorgt sind, liegen die OPEC-Köpfe anscheinend richtig. Dieser Umstand macht es möglich, dass die Notierungen Stück für Stück fallen. Ihnen stehen Gründe gegenüber, die durchaus für die umgekehrte Richtung gut wären.

Insbesondere die US-Raffinerien machen wieder mit einer Serie von Ausfällen auf sich aufmerksam. Mittlerweile hat es vier Anlagen erwischt. In Nigeria bereitet man sich auf einen Generalstreik vor. Und im Irak fliegen die Bomben. Das sind wahrlich schlechte Nachrichten.

Aber das Wetter zeigt sich moderat. Im Osten der USA ist es relativ warm und die Vorhersagen signalisieren keine Änderung. Wir zitieren erneut einen US-Broker mit dem Satz: ?Wenn es kalt wird, haben wir nie genug (Öl). Wenn es nicht kalt wird, haben wir zuviel?. Das scheint das Hauptmotiv für die aktuell eingeschlagene Richtung der Preise zu sein.

Der Dollar gibt sich in den letzten Tagen ungewohnt stabil. Die FED erhöht die Zinsen nicht. Das spricht für eine Flucht in den Euro, der mit einem höheren Zins ausgerüstet ist. Aber die US-Wirtschaft scheint sich ordentlich zu entwickeln. Das verhindert weitere Einbrüche des Dollars.

Gasöl kostet heute Morgen 251,50$ pro Tonne. Das ist exakt soviel wie gestern Abend. Während des gestrigen Handelstages verlor Gasöl an Wert.

Unsere Heizölpreise gaben gestern im Tagesverlauf weiter nach. Das allgemeine Niveau wurde durch die Bewegung der letzten Tage nicht signifikant verändert. Es bleibt mittelmäßig. Dennoch können sich Verbraucher über kleine Einsparungen durch den kurzfristigen Preisverlauf freuen. Der sollte so lange anhalten, bis die Temperaturen in den USA sinken. Auf Grund der Weltmarktlage bleiben wir bei der Einschätzung, dass sich die Preise mittelfristig seitwärts entwickeln werden.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen